
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Es habe schon vor längerer Zeit Schäden in dem Gebäude gegeben, sagte der ehemalige Abteilungsleiter. Die Hinweise seien nicht ernst genommen worden, sagte er. Es sei «grob fahrlässig» gehandelt worden. Eine langjährige Mitarbeiterin des Archivs bestätigte: «Wir hatten laufend Wasserschäden.»
Das Unglück von gestern steht nach ersten Erkenntnissen offenbar im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn in der Kölner Neustadt. Die Verkehrsbetriebe hätten jedoch nie zugegeben, dass diese Schäden auf die Bauarbeiten zurückgingen, sagte die Angestellte des Archivs.
Ein Mitarbeiter der Stadt sagte dagegen, man sei allen Hinweisen nachgegangen. Das Gebäude des Historischen Archivs sei in seiner Substanz «völlig in Ordnung» gewesen.
An der Einsturzstelle schlugen gestern Abend Spürhunde an. Dies wurde als möglicher Hinweis auf Verschüttete gewertet. Nach jüngsten Angaben der Feuerwehr von heute werden noch zwei Personen vermisst. Mit den Bergungsarbeiten soll laut Feuerwehr aber frühestens bei Tagesanbruch begonnen werden. Die Unglücksstelle muss zuerst stabilisiert werden. (SDA/snx)