Einstimmiger Beschluss Uno schickt Beobachter nach Aleppo

Die syrische Stadt Aleppo ist praktisch in den Händen der Regierung. Uno-Beobachter sollen nun dafür sorgen, dass bei der Evakuierung der Bevölkerung alles mit rechten Dingen zugeht.

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Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution die Entsendung von Beobachtern in die syrische Stadt Aleppo gefordert. Alle 15 Mitgliedsstaaten stimmten am Montag in New York einem entsprechenden Kompromissentwurf zu.

Es ist das erste Mal seit Monaten, dass sich die Staaten im UNO-Gremium, darunter Russland und die USA, zu einem gemeinsamen Vorgehen im syrischen Bürgerkrieg durchringen konnten. In der Resolution wird der UNO-Generalsekretär aufgefordert, eine Beobachtung der Evakuierungen im jahrelang umkämpften Ostteil der Stadt zu organisieren.

Der Generalsekretär solle «dringende Schritte unternehmen, inklusive Sicherheitsmassnahmen, um die Beobachtung durch die Vereinten Nationen und andere relevante Organisationen» in die Wege zu leiten, heisst es im Text. Auch der freie Zugang für humanitäre Hilfe wird gefordert.

Russland drohte mit Veto

Die Resolution hätte eigentlich schon am Sonntag verabschiedet werden sollen. Die Entscheidung war dann aber nach einer russischen Veto-Drohung und mehr als drei Stunden Verhandlungen hinter verschlossenen Türen auf Montag verschoben worden.

Russland hatte seinen eigenen Text eingebracht. Schliesslich einigten sich die 15 Mitglieder auf einen Kompromiss-Entwurf.

Die syrischen Regierungstruppen hatten mit Unterstützung der russischen Armee und iranischer Milizen das über Jahre erbittert umkämpfte Aleppo vor wenigen Tagen zurückerobert. Die UNO schätzte zuletzt, dass sich noch 40'000 Zivilisten in den letzten von den Aufständischen gehaltenen Gebieten im Osten der Stadt aufhalten sowie bis zu 5000 Kämpfer und ihre Familien. (SDA)

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 21.12.2016
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2 Kommentare
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    19.12.2016
    Warum und wieso nur, sind diese "UNO Beobachter" erst jetzt aktiv vor Ort? Von mir aus gehört dieses Gremium abgeschafft. Bei uns kommt die Feuerwehr wenns brennt.
  • Boris  Kerzenmacher 19.12.2016
    Der Deash (IS) agiert sehr flexibel. Offener Krieg, soweit möglich. Aber auch asymmetrische Kriegsführung mitten in Europa. Je nach Lage und Feind kann der Daesh seine Strategie anpassen.
    Hier wird der Daesh unterschätzt. Nicht von ungefähr kommt, dass der Daesh auch versucht staatliche Sicherheitsorgane zu unterwandern.
    Der Daesh setzt auf mehrere Strategien. So ist er seit einiger Zeit dabei ein Terrornetzwerk in Europa aufzubauen und nutzt dabei auch die Flüchtlingsströme gen Europa.