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Immer mehr Wrackteile des abgestürzten Airbus werden aus dem Atlantik gefischt. Auch Gepäckstücke treiben im Meer – und Leichen: Ein brasilianischer Militärsprecher gab bekannt, dass die Rettungskräfte bisher 17 Opfer von Todesflug AF 447 geborgen hätten.
Je vier tote Männer und Frauen sind an Bord der brasilianischen Fregatte «Constituição», dazu kommt ein Opfer, dessen Geschlecht noch nicht festgestellt ist. Acht weitere Leichen sind auf der französischen «Ventôse». Sie sollen vom Archipel Fernando de Noronha in die Hafenstadt Recife geflogen und dort identifiziert werden.
Zwei der geborgenen Leichen waren Männer, eine davon war laut «Bild.de» noch angeschnallt. Mehr wollte die Luftwaffe nicht sagen, auch nichts über den Zustand der Leichen. Das sei nicht im öffentlichen Interesse, sondern gehe nur die Angehörigen etwas an, sagte der Sprecher.
Die Leichen wurden rund 1200 Kilometer von der brasilianischen Festlandküste entdeckt (siehe Karte rechts). Im Gebiet sind rund 14 Suchflugzeuge im Einsatz. Der Airbus war am Pfingstmontag mit 228 Insassen, darunter drei Schweizer, abgestürzt (Blick.ch berichtete).
Über die Ursache des Unglücks auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris wird weiter gerätselt. Vom Flugzeug zuletzt abgesetzte Meldungen lassen die Ermittler vermuten, dass die Maschine Probleme mit der Geschwindigkeit hatte.
Air France sorgt mit der Nachricht über den schnellen Austausch der Geräte zur Geschwindigkeitsmessung über weitere Spekulationen. An den Airbus des Typs A330 und 340 seien bereits im Mai 2008 Probleme wegen Vereisung an den Messgeräten festgestellt worden sein.
Tatsächlichen Aufschluss geben kann jedoch nur der Flugschreiber. Das atomgetriebene französische U-Boot «Emeraude» (siehe unten) befand sich am Sonntag auf dem Weg zum Absturzort des Airbus.
Sobald das U-Boot am Mittwoch in der Zielregion eingetroffen sei, werde es mit der Suche nach den Flugdatenschreibern der Unglücksmaschine beginnen, kündigte die Regierung in Paris an. (DSA/b35/hhs/dip)