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Trauer Haider-Verehrer vor einem Meer von Kerzen in Klagenfurt. (Keystone)
Audio: Jörg Haider – «Pfiat Gott»
Die Kärtner Landeshauptstadt wird am Samstag stillstehen. Schon ab 7 Uhr morgens bleibt die ganze Innenstadt gesperrt.
Gratis-Busse fahren die Trauergäste in die Landeshauptstadt. Die ÖBB fahren mit Extrazügen nach Klagenfurt. Und: Der ORF überträgt die Trauerfeier live.
Der Kärntner Landeshauptmann verunglückte am Samstag tödlich. Er war mit 142 Stundenkilometern und mit 1,8 Promille unterwegs.
50 000 Menschen werden am Samstag zu seinem «Staatsbegräbnis auf Länderebene» erwartet.
Das bedeutet höchste Alarmstufe für die Behörden. Sie müssen für die Sicherheit von so prominenten Trauergästen sorgen wie Bundespräsident Heinz Fischer, Kanzler Alfred Gusenbauer, alle Landeshauptleute und zahlreiche Minister. Haiders Freund Saif al-Gaddafi, der Sohn des libyschen Diktators wird ebenso kommen, wie Skistar Franz Klammer.
Sorgen macht dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung aber vor allem der Aufmarsch internationaler Neo-Nazis. Man hat sich bereits mit den Nachbarländern abgesprochen.
Zur Anwendung kommt ein ähnliches Sicherheits-Dispositiv, wie bei der Euro 08. Mögliche Unruhestifter sollen bereits vor der Einreise nach Österreich aus dem Verkehr gezogen werden.
Angst vor den Neo-Nazis hat man sogar bei Jörg Haiders Partei, dem «Bündnis Zukunft Österreich» (BZÖ). Dass Rechtsextreme die Trauerfeier als Forum für gewalttätige Auftritte nutzen könnten.
«Das ist weder der richtige Ort noch die richtige Zeit für politische Botschaften», sagt BZÖ-Chef Stefan Petzner. Und appelliert an die Regierung, «dafür zu sorgen, dass diese Gruppen das Begräbnis nicht für sich vereinnahmen können».
Der Aufmarsch der Rechten könnte auch die Linke auf den Plan rufen. Bereits fragen diese sich im Internet: «Sind eigentlich keine Gegenmassnahmen geplant.»