Doppel-Mord in England Einäugiger lockt Polizistinnen in die Todesfalle

LONDON - Dale Cregan (29) lockte zwei unbewaffnete Polizistinnen (23 und 32) in einen Hinterhalt. Zuerst schoss er auf sie, dann warf er eine Granate.

  • Publiziert: 18.09.2012, Aktualisiert: 19.09.2012
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Fiona Bone (32) und Nicola Hughes (23) wurden im Grossraum Manchester erst zu einem angeblichen Einbruch gerufen. Kaum waren sie eingetroffen, fielen Schüsse auf die beiden unbewaffneten Polizistinnen. «Als sie im Auto ankamen, sprang der Verdächtige offenbar auf die Strasse und hat sie getötet», sagte der örtliche Polizeichef Peter Fahy.

Zuerst richtete Dale Cregan (29) die ältere der beiden mit einem gezielten Kopfschuss hin. Dann schoss er auf deren Kollegin Hughes. Doch das genügte dem Täter nicht – er warf noch eine Handgranate auf die beiden Frauen. Splitter flogen durch die Luft.

Bone starb noch am Tatort, Hughes erlag später im Spital ihren Verletzungen. Wenig später stellte sich der einäugige Killer auf dem Polizeiposten. Was Cregan zu seiner Tat motivierte, ist noch unklar.

Er soll bereits zwei weitere Menschen getötet haben

Der Polizistinnen-Killer war der Polizei bereits bekannt. Er soll im Mai Mark Short (23), Mitglied einer rivalisierenden Gang, erschossen haben. Die Tat geschah in einem Pub. Im August dann tötete er dessen Vater David Short (46).

In den beiden Fällen waren bereits vier andere Verdächtige festgenommen worden, darunter auch Cregan. Er war aber unter Auflagen freigekommen, berichtet die «Daily Mail».

Cregan verlor sein Auge während einer Prügelei mit der Polizei in Thailand. «Einer der Beamten schlug mir mit einem Schlagring ins Gesicht», soll er einem Nachbarn erzählt haben. Der 29-jährige Dachdecker soll Augenprothesen in verschiedenen Farben besessen haben.

Die britische Innenministerin Theresa May sprach von einem «zutiefst schockierenden Vorfall». Auch Premier David Cameron meldete sich zu Wort: Diese Tat erinnere daran, welchen Risiken die Polizei tagtäglich ausgesetzt sei. (dra/SDA/snx)

Beliebteste Kommentare

  • Paul  Schaller , Salto
    Und in der Schweiz klagt man den Polizisten an, der zuerst geschossen hat. Oder sollte er auch warten??
  • Rudolph  Stucki , Hudson , via Facebook
    welchen Risiken die Polizei tagtäglich ausgesetzt sei. SDA/snx

    ...und doch schickt mansie mit nur Trillerpfeiffe und Notitzblock in den Einsatz..... Es gibt kriminellen Schutz..aber niemand schuetzt die Polizei

Alle Kommentare (23)

  • Dominik  Wermuth
    "unter Auflagen freigekommen". Scheinbar hat England dasselbe lächerliche Justizsystem, wie wir hier in der Schweiz.
    • 19.09.2012
    • 65
    • 2
  • Adrian  Laeng , via Facebook
    Beängstigend, dass der auf freiem Fuss war. Es wäre von Interesse zu wissen, wieso und ob das bei uns auch möglich wäre. Besorgniserregend aber auch der Mangel an Kenntnissen von Kommentatoren wie P. Schaller oder T. Graven über das reale Leben. Selbstverständlich gibt es ein Verfahren bei Schussabgabe. Wo kämen wir denn hin wenn jeder - auch Polizisten - "einfach so" rumballern könnten? Schiessen auf alles was sich nachts im Garten oder Hinterhof bewegt? Ein Verfahren heisst noch lange nicht, dass es zu einer Anklage oder gar Verurteilung kommt. In den meisten Fällen führt das Verfahren zum Ergebniss, dass die Polizei zu Recht von der Waffe Gebrauch machte, es kommt zu einer Anklage und natürlich auch zu keiner Verurteilung. So geht das eben richtigerweise. Warum kennen hierzulande so viele Leute den Unterschied zwischen Verfahren, Anklage und Verurteilung nicht?
    • 19.09.2012
    • 31
    • 5
  •   Edi Buchmann , würenlingen
    Die hätten diesen monster in thailand beide augen ausschlagen sollen dann würden beide polizistinnen noch leben !
    • Sopha  Rattana
      richtig edi. oder wie auch schon erlebt bei uns in thailand: "auf der flucht von der polizei erschossen". und nix da mit verfahren gegen den polizisten, der geschossen hatte.
      • 20.09.2012
      • als Kommentar auf   Edi Buchmann , würenlingen
      • 14
      • 1
  • Emmanuel  Mindanao
    Polizeigewalt und Amtsmissbrauch nehmen stark zu. Ich verstehe daher sehr gut, dass immer mehr Abneigung gegen Uniformierte entsteht. Nur zwei unbewaffnete Polizistinen, die gar nichts dafür konnten, abzuknallen finde ich wirklich unter aller Kanone. Ich frage mich jedoch wirklich was unbewaffnete Polizisten an diesem Einsatz gewollt hätten? Den Einbrecher mit guten Argumenten und Tee überreden sich die Handschellen anzulegen?
  •   Sean Kobler , Bettlach
    An die Stammtischproleten die jetzt wieder nach der Todesstrafe schreien: 1. Eine Exekution und die Haft davor kosten gleichviel wie lebenslängliche Haft. 2. Wieso soll der Täter kurz und schmerzlos "erlöst" werden, wenn die Opfer leiden, ihre Hinterbliebenen ein Leben lang? 3. Die USA zeigen: Die Todesstrafe ist KEINE Abschreckung.
    • Martin  Schaub
      1. Ob die Todestrafe eine Abschreckung ist oder nicht, ist egal. Es geht darum, die schlimmesten von der Gattung "Mensch" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.
      2. Jemand, der alle, die anderer Meinung sind als er, als Proleten bezeichnet, ist meiner Meinung nach ein Dummschwätzer.
      • 19.09.2012
      • als Kommentar auf   Sean Kobler , Bettlach
      • 53
      • 11
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