Angehörige der Krippen-Opfer: «Er schnitt von Ohr zu Ohr»
BRÜSSEL – Tage nach dem entsetzlichen Amoklauf in der Kinderkrippe «Fabeltjesland» sprechen Angehörige der Opfer zum ersten Mal. Was sie erzählen, lässt einem die Haare zu Berge stehen.
Aktualisiert um 13:04 | 27.01.2009
Augenzeugen und Angehörige der Opfer erzählen erstmals, was sie vor drei Tagen erlebten, als Kim de Gelder seinen Schlachtzug in der Kinderkrippe «Fabeltjesland» antrat.
Joyce D. (16) hatte ihre letzten Tag als Praktikantin. Sie erzählt auf ihrem Blog: «Das Elend begann um 10.05 Uhr. Wir spielten gerade ruhig mit den Kindern. Plötzlich hören wir panische Schreie. Wir sehen nach. Rita (Marita B., eine Betreuerin der Krippe, die tödlich verletzt wurde, Anm. d. Red.) voller Blut. Hilda ruft, dass da jemand mit einem Messer ist. Ich schaffe so schnell wie möglich die Kleinen raus. Der Mörder kommt nach draussen. Ich kann zusammen mit einem Kind wegrennen. Der Rest bleibt machtlos zurück.»
Er rannte den Kindern nach
Auch ein Nachbar sieht, wie ein Mann mit roten Haaren zwei Betreuerinnen und drei Kinder im Garten verfolgt. Der 59-Jährige denkt, es sei ein Spiel. «Ich hätte eingreifen sollen, aber mir war nicht klar, was da passiert», erklärt der Mann gemäss «Focus».
Zuvor wütete Kim de Gelder in der Säuglingsabteilung: Korneel V. und Leon G.-M. sterben. Korneel war neun Monate alt. Leon war sechs Monate alt.
Schlimm: Die Eltern des kleinen Leon hatten lange versucht, Kinder zu haben. «Niemand verdient so etwas», erzählt ein Freund der Familie verzweifelt.
Schnitt er ein «Lächeln» von Ohr zu Ohr?
Die Verletzungen der überlebenden Kinder sind gravierend. Viele müssen von einem plastischen Chirurgen behandelt werden. Belgische Medien berichten, dass Kim de Gelder versucht haben soll, seinen Opfern ähnliche Verletzungen zuzufügen, wie der Filmbösewicht «Joker» in «Batman». Dieser schnitt seinen Opfern ein «Lächeln» von Ohr zu Ohr ins Gesicht.
Die Grossmutter der zweieinhalbjährigen Zoë van H. berichtet, ihre Enkelin habe versucht, vor dem Täter davonzurennen. Dennoch habe Kim de Gelder sie erwischt und ihr mit dem Messer schlimme Verletzungen am Hinterkopf zugefügt: «Einen zwölf Zentimeter langen Schnitt von Ohr zu Ohr», so die Grossmutter.
De Gelder selbst trug eine kugelsichere Weste
Kim de Gelder hat die Tat akribisch geplant: Er kannte das Gebäude, wusste, wo Ausgänge waren und wie viele Leute dort arbeiteten. Als er verhaftet wurde, trug er eine kugelsichere Weste. In seiner Tasche fand die Polizei Messer, ein Beil und eine Pistolenattrappe.
Trauriges Ende von «Fabeltjesland»
Die Krippe «Fabeltjesland» wird nach diesem Drama nie wieder als Krippe genutzt werden. Derzeit liegen Stofftiere und Blumen vor der Krippe. Am Wochenende gedachten Tausende Menschen der drei Opfer. Schulen im ganzen Land organisieren Veranstaltungen, wo Kinder über das Grauen sprechen können. (gux)
Joyce D. (16) hatte ihre letzten Tag als Praktikantin. Sie erzählt auf ihrem Blog: «Das Elend begann um 10.05 Uhr. Wir spielten gerade ruhig mit den Kindern. Plötzlich hören wir panische Schreie. Wir sehen nach. Rita (Marita B., eine Betreuerin der Krippe, die tödlich verletzt wurde, Anm. d. Red.) voller Blut. Hilda ruft, dass da jemand mit einem Messer ist. Ich schaffe so schnell wie möglich die Kleinen raus. Der Mörder kommt nach draussen. Ich kann zusammen mit einem Kind wegrennen. Der Rest bleibt machtlos zurück.»
Er rannte den Kindern nach
Auch ein Nachbar sieht, wie ein Mann mit roten Haaren zwei Betreuerinnen und drei Kinder im Garten verfolgt. Der 59-Jährige denkt, es sei ein Spiel. «Ich hätte eingreifen sollen, aber mir war nicht klar, was da passiert», erklärt der Mann gemäss «Focus».
Zuvor wütete Kim de Gelder in der Säuglingsabteilung: Korneel V. und Leon G.-M. sterben. Korneel war neun Monate alt. Leon war sechs Monate alt.
Schlimm: Die Eltern des kleinen Leon hatten lange versucht, Kinder zu haben. «Niemand verdient so etwas», erzählt ein Freund der Familie verzweifelt.
Schnitt er ein «Lächeln» von Ohr zu Ohr?
Die Verletzungen der überlebenden Kinder sind gravierend. Viele müssen von einem plastischen Chirurgen behandelt werden. Belgische Medien berichten, dass Kim de Gelder versucht haben soll, seinen Opfern ähnliche Verletzungen zuzufügen, wie der Filmbösewicht «Joker» in «Batman». Dieser schnitt seinen Opfern ein «Lächeln» von Ohr zu Ohr ins Gesicht.
Die Grossmutter der zweieinhalbjährigen Zoë van H. berichtet, ihre Enkelin habe versucht, vor dem Täter davonzurennen. Dennoch habe Kim de Gelder sie erwischt und ihr mit dem Messer schlimme Verletzungen am Hinterkopf zugefügt: «Einen zwölf Zentimeter langen Schnitt von Ohr zu Ohr», so die Grossmutter.
De Gelder selbst trug eine kugelsichere Weste
Kim de Gelder hat die Tat akribisch geplant: Er kannte das Gebäude, wusste, wo Ausgänge waren und wie viele Leute dort arbeiteten. Als er verhaftet wurde, trug er eine kugelsichere Weste. In seiner Tasche fand die Polizei Messer, ein Beil und eine Pistolenattrappe.
Trauriges Ende von «Fabeltjesland»
Die Krippe «Fabeltjesland» wird nach diesem Drama nie wieder als Krippe genutzt werden. Derzeit liegen Stofftiere und Blumen vor der Krippe. Am Wochenende gedachten Tausende Menschen der drei Opfer. Schulen im ganzen Land organisieren Veranstaltungen, wo Kinder über das Grauen sprechen können. (gux)
Joice D.: Am letzten Tag ihres Praktikums geschah das schreckliche Drama. (Screenshot Netlog)
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