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Katie Hall war 25 Jahre alt, als sie 1976 dem Entführer und Vergewaltiger Philip Garrido auf einem Parkplatz eines Einkaufzentrums in Nevada antraf.
Was darauf folgte, liest sich wie das Drehbuch aus einem Horrorfilm. Acht Stunden lang vergewaltigte Garrido die junge Frau in einem eigens dafür eingerichteten Lagerraum. Nur aus Zufall konnte die junge Frau von einem Polizisten befreit werden.
Hall hat auf einem Blog auf «CNN» niedergeschrieben, was ihr Garrido damals antat. Es sind haarsträubende Erinnerungen an die Begegnung mit einem Monster:
«November 1976. Ich sass in meinem Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Ein Mann klopfte an mein Fenster und fragte, ob er mitfahren dürfe. Ich stimmte zu. Kurz darauf fand ich mich angekettet, gefesselt und geknebelt wieder. Der Mann hatte mich in ein Lagerhaus gebracht. Ich erinnere mich an grosse Teppiche, die von der Decke hingen.
Was in dem Lager geschah, habe ich zum grössten Teil verdrängt. Die Erinnerung setzt erst gegen drei Uhr morgens wieder voll ein. Jemand hämmerte von aussen gegen die Türe. Ich dachte: ‹Oh Gott, jetzt kommen seine Freunde.› Garrido sagte zu mir: ‹Muss ich dich knebeln oder wirst du brav sein?› Ich sagte ihm, ich würde ruhig sein, aber ich dachte mir: ‹Wenn das die Polizei ist, muss ich es wagen.› Also stürmte ich durch das Lager zum Ausgang, komplett nackt.
Ich sah einen Polizisten und Garrido draussen stehen. Sie schauten mich an, als ob ich verrückt sei. Ich konnte keinen Polizeiwagen sehen und dachte: ‹Oh nein, er ist gar kein richtiger Cop!›. Ich war so verwirrt, dass ich nichts mehr richtig erfassen konnte. Dann sah ich das Polizeiauto.
Garrido sagte dem Polizisten, dass ich seine Freundin sei. Ich schrie: ‹Nein, bin ich nicht! Helfen sie mir, helfen sie mir!› Der Polizist zog mich an sich und bedeckte mich. Garrido erklärte dem Polizisten, dass wir Drogen genommen hätten. Der Mann liess Garrido wieder ins Lager gehen.
Garrido kam zurück und flehte mich an, ihn nicht auszuliefern. Ich konnte an ihm vorbeidrängen, halbangezogen, und sagte dem Polizisten, er solle Garrido von mir fern halten. Unterdessen waren mehr Beamte gekommen. ich stand unter Schock. Sie sagten mir, ich solle in den Polizeiwagen sitzen. Und sie fragten mich, wessen Auto da auf dem Platz stehe. ‹Meines›, sagte ich ihnen. Sie fragten mich, ob ich gegen meinen Willen hergebracht worden sei. Ich sagte ihnen, dass ich gefesselt und geknebelt dazu gezwungen worden sei. Ein Polizist schaute sich mit der Taschenlampe meine Handgelenke an, sah die Quetschungen – und nahm Garrido fest.
Nach dieser Erfahrung lief ich jahrelang wie ein Zombie umher. Ich fühlte mich nicht mehr wie ich selbst. Ich werde nie darüber hinwegkommen. Ich kann mir nicht vorstellen, was Jaycee durchgemacht haben muss. Er hatte mich für acht Stunden. Sie hatte er für 18 Jahre.»
(gux)