Ein Jahr nach dem Terror Sting haucht dem «Bataclan» neues Leben ein

PARIS - Der britische Sänger Sting hat heute im Konzersaal «Bataclan» ein Benefiz-Konzert gegeben – am Vorabend des Jahrestags der Pariser Terroranschläge.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ihr droht lebenslange Haft 17-Jährige vergewaltigt jungen Mann
2 Papa hat sich vertwittert Trump lobt die falsche Ivanka
3 Wegen Brexit UBS könnte 1000 Jobs aus London abziehen

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Der Pariser Konzertsaal «Bataclan» hat ein Jahr nach dem verheerenden Terroranschlag mit einem Konzert des britischen Musikers Sting wiedereröffnet.

Zum Beginn seines Auftritts am Samstagabend bat der 65-Jährige die Zuschauer um eine Schweigeminute für die Opfer. «Wir werden sie nicht vergessen», sagte er. Der Saal mit rund 1500 Plätzen war ausverkauft. Im Publikum waren auch Angehörige von Opfern des Anschlags vom 13. November 2015.

Damals waren drei Islamisten mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln während eines Konzerts der US-Rockband Eagles of Death Metal in das «Bataclan» eingedrungen. Sie ermordeten 90 Menschen, zeitgleich verübten zwei weitere Terrorkommandos Anschläge am Stade de France und auf Pariser Bars.

Sting verzichtet auf Gage

«Wir haben heute zwei wichtige Aufgaben zu vereinbaren», sagte Sting: An die Opfer zu erinnern und zugleich das Leben und die Musik zu feiern. Als erstes Stück sang er den Song «Fragile», der mit tosendem Jubel quittiert wurde. «Diese Rückkehr des Lebens ins Bataclan ist der Sieg der Jugend und der humanistischen Ideale über Terror und Spaltung», erklärte Frankreichs Kulturministerin Audrey Azoulay.

Sting haucht dem neueröffneten Bataclan in Paris wieder Leben ein play
Das Konzertlokal Bataclan Anfangs November mit der neuen Fassade. CHARLES PLATIAU

Der Saal war in den vergangenen Monaten komplett renoviert worden, um alle Spuren des Dramas zu beseitigen. Der Termin am Vorabend des ersten Jahrestags der Anschläge war auch ein Bekenntnis, dass das Leben im «Bataclan» weitergehen soll.

Man könne es nicht zu einem Mausoleum werden lassen, sagte einer der der Verantwortlichen des Saals, Jules Frutos, dem Sender Europe 1.

Das Konzert fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, alle Besucher wurden abgetastet. Sting spielte ohne Gage. Die Einnahmen gehen an zwei Opfer-Organisationen.

Schweigeminute im Stade de France

Am Jahrestag der Anschläge sind am Sonntagvormittag Gedenkfeiern an den verschiedenen Anschlagsorten geplant, an denen auch Präsident François Hollande und Bürgermeisterin Anne Hidalgo teilnehmen. Dabei werden Gedenktafeln enthüllt, die an die insgesamt 130 Getöteten erinnern.

Reden sind nicht geplant - die Verantwortlichen hatten sich in Abstimmung mit Opferverbänden für möglichst nüchterne Veranstaltungen entschieden.

Den Auftakt zu diesem Gedenkwochenende gab am Freitag bereits eine Schweigeminute im Stade de France. Das französische Fussballteam spielte dort in der WM-Qualifikation gegen Schweden.

Ursprünglich war der Match von der FIFA sogar auf den Jahrestag terminiert worden, der französische Fussballverband hatte aus Respekt vor den Opfern aber eine Vorverlegung erbeten. Vor dem Match, das Frankreich mit 2:1 für sich entschied, hielten die Zuschauer kurz inne und gedachten der Opfer. (gr/SDA)

Publiziert am 12.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 13.11.2016
    Zur Wahrheit gehört auch, dass man zigtausende Muslime importiert hat die rein gar nichts von den französischen Gesetzen halten. Selbst die Polizisten sind über das Ausmass der Gewaltbereitschaft schockiert. Frankreich ist hier, "gewalttechnisch" schon weiter als andere europäische Länder, da diese Einwanderung aus fremden Kulturkreisen schon seit Jahrzehnten abläuft. Auch die Integration dieser muslimischen Einwanderer ist komplett gescheitert. Die Sache gerät mehr und mehr ausser Kontrolle.