Hilfe für Haiti EDA-Experten angekommen – zwei verletzte Schweizer

  • Aktualisiert am 03.01.2012
Die Schweizer Helfer, hier noch beim Beladen der Maschine in Zürich, sind mittlerweile in Haiti eingetroffen.- Symbolbild: Reuters

BERN – Die Schweizer Hilfe für Haiti kommt voran: Ein Flugzeug mit Hilfsgütern für mehr als 10’000 Menschen ist heute im Katastrophengebiet gelandet. Zudem konnte das EDA mit 130 Schweizern Kontakt aufnehmen. Zwei von ihnen sind verletzt.

Insgesamt werde die Schweiz 30 Tonnen Hilfsgüter verteilen, sagt EDA-Sprecher Erik Reumann. Dabei handle es sich in erster Linie um Erste-Hilfe-Sets, Medikamente und anderes medizinisches Material sowie Generatoren. Ein zweites Flugzeug mit Hilfsgütern solle die Schweiz am Montag verlassen.

Eine Gruppe von 41 Spezialisten befinde sich nun in der Region: 25 in Port-au-Prince, 14 weitere auf dem Weg von der Dominikanischen Republik in die Hauptstadt Haitis. Zwei Experten befänden sich zudem noch in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo, so Reumann.

Drei weitere Personen in Santo Domingo werden sich ausserdem um den Empfang der Schweizerinnen und Schweizer kümmern, die zurzeit noch in Haiti sind. Bis Abend hatte die Botschaft rund 130 der schätzungsweise 200 Schweizer vor Ort kontaktieren können.

Gemäss den jüngsten Angaben sind zwei Schweizer bei dem Erdbeben leicht verletzt worden. Eine Person befinde sich in einem Spital einer Nichtregierungsorganisation in Port-au-Prince, sagt Reumann. Die andere Person solle noch heute mit einem Bus nach Santo Domingo gebracht werden. (SDA/dct)

Zehntausende suchen Angehörigen über IKRK-Website

Nach dem Erdbeben in Haiti haben mehr als 19’300 Menschen eine Website des IKRK genutzt, um etwas über das Schicksal ihrer Angehörigen in der Katastrophenregion in Erfahrung zu bringen.

Wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf mitteilte, nutzten bisher zudem rund 1400 Menschen die Seite, um ihren Familien mitzuteilen, dass sie wohlauf sind.

Die Internetseite www.icrc.org/familylinks war am Mittwoch, einen Tag nach dem Beben, von der Hilfsorganisation eingerichtet worden.
Ist ebenfalls auf dem Weg ins Katastrophengebiet: Das US-Spitalschiff Comfort.- Reuters

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