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Vor einem Jahr gingen Luftaufnahmen eines im Amazonas-Gebiet entdeckten Indianerstamms um die Welt. Nun gibts von den Mashco-Piro-Indianern erstmals Fotos aus der Nähe: Der Stamm lebt im Manú-Nationalpark in Peru. Es wird vermutet, dass illegale Abholzung, tief fliegende Helikopter und Petrolindustrie die Ureinwohner zur Wanderschaft zwangen.
Der Stamm wünscht aber, weiterhin allein gelassen zu werden. Ein Drama machte dies deutlich: Die Indianer erschossen den Einheimischen Nicolás «Shaco» Flores mit einem Giftpfeil. Flores stand mit den Indianern seit 20 Jahren oberflächlich in Kontakt. Er brachte ihnen manchmal Essen und Geschenke.
Um weitere Zusammentreffen beider Kulturen zu vermeiden, plant die Indianerbehörde INDEPA die Errichtung eines Wachpostens. So sollen die Stämme und die lokale Bevölkerung geschützt werden. Dem Wunsch des Stammes sollte nachgekommen werden, dies betonen peruanische Experten, wie auch der Direktor von «Survival - Die Bewegung für indigene Völker»: «Der erste Kontakt ist immer gefährlich und oft tödlich – für die Unkontaktierten und für jene, die versuchen sie zu kontaktieren. Der Wunsch der Gruppen, allein gelassen zu werden, sollte respektiert werden.»
Die Mashco-Piro-Indianer sind eine von weltweit 100 bisher unkontaktierten Völkern. Indigene Gruppen kommen auf allen fünf Kontinenten vor.
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