Dürre Zweitgrösster See Boliviens ist ausgetrocknet

Oruro – Der einst zweitgrösste See Boliviens, der Lago Poopó, ist praktisch komplett ausgetrocknet. Lange Dürrephasen haben ihn immer weiter schrumpfen lassen. Hunderte Fischer sind arbeitslos und Tiere heimatlos geworden

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 An nur einem Tag Italien rettet 1100 Flüchtlinge aus dem Meer
2 Flughafen Los Angeles evakuiert Panik wegen Zorro mit Plastik-Schwert?
3 Sechs Opfer in 24 Stunden Noch ein Toter am Monte-Rosa-Massiv!

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

«Seit 30 Jahren gibt es einen Prozess der Austrocknung, die nun ihren Höhepunkt gefunden hat», sagt der Landeschef des Umweltnetzwerks «Red Latinoamericana Ambiental», Raúl Pérez Albrecht, der Nachrichtenagentur dpa. «Es gibt eine eindeutige Verbindung zum Klimawandel».

So sei die Temperatur rund um den auf 3700 Meter Höhe gelegenen See im Südwesten Boliviens seit 1982 um 1,8 Grad gestiegen. Die Niederschlagsmengen hätten sich drastisch reduziert. Wegen des Wassermangels würden die Bauern der Region zudem über selbst gebaute Kanäle dem einzigen Fluss, der den See speist, dem Rio Desaguadero, grosse Mengen Wasser entziehen.

NASA-Bilder aus dem Weltall zeigen, dass von der einst knapp 3000 Quadratkilometer grossen Wasserfläche fast nichts mehr übrig ist. «Allerdings wurde der Prozess auch dadurch beschleunigt, dass der See immer schon eine sehr geringe Wassertiefe hatte», so Albrecht. Auf dem trockenen Grund des Sees liegen Dutzende Boote der Fischer, die ihre Arbeit und ihre Ernährungsgrundlage verloren haben.

Zudem gab es früher Tausende Flamingos im See. «Wenn wir Glück haben, können wir vielleicht noch ein Drittel des Lago Poopó retten», sagte Umweltexperte Albrecht. Dafür müsse es mehr regnen und der Rio Desaguadero mit mehr Wasser in den See einfliessen. «Er ist der Schlüssel, um einen Teil des Sees zurückzugewinnen.» (SDA)

Publiziert am 09.02.2016 | Aktualisiert am 09.02.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden