Callgirl D'Addario Drohte ihr Berlusconi mit dem Tod?

  • Publiziert: 24.11.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

ROM – Patrizia D'Addario ist Ministerpräsident Berlusconi ein Dorn im Auge, seit sie über ihre gemeinsamen Sex-Nächte redet. Doch wie weit ging der italienische Staatschef, um sie zum Schweigen zu bringen?

Silvio Berlusconi und Weib, Wein und Gesang. Doch der italienische Staatschef ist nicht nur wild auf junge Frauen, er ist offenbar auch gefährlich. Lebensgefährlich sogar, glaubt man Callgirl Patrizia DAddario und ihrem jetzt in Auszügen veröffentlichten Buch «Gradisca, Presidente» («Hochachtungsvoll, der Präsident» oder auch «Auf Ihr Vergnügen, Herr Präsident»).DAddario beschreibt in der 242-seitigen Autobiografie nicht nur ihre eigene wilde Lebensgeschichte, sondern auch weitschweifig über die Partys im Regierungspalast. Auch das wilde Sex-Treiben, das Belusconi mit rund zwanzig Callgirls im November letzten Jahres in seiner Villa veranstaltet hatte: Von zig Mädchen, die Berlusconi zu Füssen lagen, und eingeforderten Streicheleinheiten wie bei einem Schuljungen ist die Rede. Am nächsten Tag dann folgten – Morddrohungen!Drohungen und falsche PolizistenBerlusconi wollte sicher stellen, dass keines der geladenen Mädchen über die Sexparty reden würde. Und so drohten gemäss DAddario anonyme Anrufer mit der Vergewaltigung ihrer kleinen Tochter. Falsche Polizisten besuchten ihre Mutter. Schläger verwüsteten die Wohnung DAddarios, wurden ihr gegenüber auch handgreiflich. Und schliesslich rammte ein Auto ihren Wagen und versuchte sie von der Strasse abzudrängen. Erst als sie an die Öffentlichkeit gegangen sei und über das Erlebte gesprochen habe, habe all dies aufgehört, so DAddario.Happige Vorwürfe an Silvio Berlusconi. Tatsächlich will DAddario nach eigenen Aussagen der Nation den wahren und gefährlichen Berlusconi zeigen. Und damit auch jeder Haushalt die böse Fratze Berlusconis zu sehen kriegt, ist auch schon die Verfilmung des Buches geplant. Mit dabei: DAddario, die sich selbst spielt – und die übrigen zwanzig Mädels, die den «Duce» an seiner Sexparty verwöhnt hatten.Der italienische Regierungschef hatte in den vergangenen Monaten eingeräumt, kein Heiliger zu sein, jedoch stets bestritten, jemals für Sex bezahlt oder ein amouröses Verhältnis mit Minderjährigen gehabt zu haben, was ihm ebenfalls vorgeworfen wurde. (gux)

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