Donald Trump Der russische US-Präsident

Die Nähe zu Russlands Wladimir Putin wird zum grossen Problem des künftigen amerikanischen Präsidenten.

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Wahrlich Ungeheuerliches geisterte gestern durch die Medien. Russland soll belastendes Material über den künftigen US-Präsidenten Donald Trump (70) besitzen. Es gebe Videos, die ihn mit russischen Prostituierten zeigten. Spione aus Moskau sollten sich vor den Wahlen mit seinen Beratern getroffen haben. Etliche dubiose Deals hätte Trump in Russland getätigt.

All das steht in einem Papier, das US-Geheimdienste kennen. Letzte Woche informierten sie Trump darüber. Zwar kannten US-Medien den Inhalt seit einiger Zeit. Da sich aber nichts belegen liess, publizierten sie nichts.

Bis gestern das Internet-Portal Buzzfeed das Papier veröffentlichte. Sofort kam dazu ein Dementi aus Moskau. Trump twitterte: «gefälscht» – und verglich die US-Geheimdienste, die das Papier offenbar weitergeleitet hatten, mit «Nazi-Deutschland».

Alles sei erfunden, sagte Trump gestern an einer Medienkonferenz. Er wirkte glaubhaft.

Und ist doch arg in Rücklage. Über Trump kreist die wichtigste Frage eines demokratisch gewählten Staatschefs: War die Wahl legitim? Gegnerin Hillary Clinton (69) erhielt 2,8 Millionen Stimmen mehr als er.

Schlimmer für Trump ist jedoch der Verdacht, Russland könnte ihm zum Sieg verholfen haben. Was sicher scheint: Russland versuchte, die US-Wahlen zugunsten Trumps zu manipulieren. Angeordnet hatte die Einmischung der russische Präsident Wladimir Putin (64), so US-Geheimdienste.

Trump ist darob nicht etwa schockiert. Er preist Putin als «grossartigen Leader». Zuvor ermutigte er Russland, Mails von Clinton zu hacken. Nun gesteht er: «Ja, die Russen haben wohl gehackt.»

Ob ihm dies den Sieg brachte, wird wohl nie klar werden. Haften aber bleibt ein russischer Makel.

Was in den USA kaum gut ankommt. Russland und Amerika führten Kalten Krieg, stritten sich um Kuba und das Weltall, boykottierten gegenseitig Olympische Spiele.

Als «Reich des Bösen» schimpfte US-Präsident Ronald Reagan die Sowjetunion 1983. Zwar fiel dieses 1991 auseinander. Besser ist das Verhältnis heute jedoch nicht.

Trump aber brüstet sich mit Putins Zuneigung. «Wenn Putin mich mag, ist das ein Vorteil», sagte er gestern.

Anders sehen das Parteikollegen. Der republikanische Senator Marco Rubio (45) nennt Putin einen «Kriegsverbrecher». Viele irritiert, wie russlandfreundlich das Kabinett von Trump sein wird. Insbesondere Rex Tillerson (64) als künftiger US-Aussenminister.

Als CEO des Ölkonzerns ExxonMobil unterhielt Tillerson enge Banden zu Putin. Gestern bezweifelte er die Wirksamkeit von Sanktionen gegen Russland. ExxonMobil will sie lockern – und mehr russisches Erdöl fördern.

Zuletzt hat die Kritik an Trumps Nähe zu Putin eine psychologische Seite. Wer Trump lobt, den liebt er. Wer ihn hinterfragt, den bekleckert er mit Boshaftigkeiten. Zutiefst kränken dürfte den Narzissten, dass er ein US-Präsident von Russlands Gnaden sein soll.

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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59 Kommentare
  • Keller  Mike 12.01.2017
    Herr Hossli, haben Sie Fakten oder koennen Sie es persoenlich immer noch nicht verkraften, dass Sie bei den Wahlen so daneben lagen. Ich hoffe, Sie sind sich bewusst, dass Sie hier und in vielen Beitraegen einen kuenftigen Staatspraesidenten massiv diffamieren, obschon Sie wahrscheinlich nichts anderes als nachplappern. Bis jetzt lagen Sie ja wirklich immer daneben.
  • Ernest  Blanco 12.01.2017
    Die US Geheimdienste vertreten durch den Demokraten James Clapper, haben am 5. Januar in den Hearings des Senate Armed Services Committee erneut bestätigt, dass "Russlands Hacking bei den US Wahlen das Ergebnis dieser Präsidentenwahl nicht beeinflusst haben, aber Russland mittels Propaganda versuchte sich einzumischen ". Aber das wollen die MSM inkl Blick partout nicht wahrhaben und basteln munter weiter an immer abenteuerlicheren Geschichten.
  • Ruth  Müller , via Facebook 12.01.2017
    ...wenn man weiss, dass die amerikaner momentan panzer und 4000 soldaten von bremerhaven durch deutschland gegen osten an die NATO-grenze verschiebt, tönt es für mich sogar entwarnend, wenn der Herr Trump mit dem Herr Putin das heu auf derselben bühne hat...
    • Beat  Schenker aus Lugano
      12.01.2017
      Die werden ja gerade wegen dem Misstrauen der ehemaligen Satelliten gegenüber Putin verschoben. Ist auch eine Antwort auf die Drohgebärden mit Armmeaufmarsch seiten Putins.
    • Poco  Loco aus Innerschweiz
      12.01.2017
      Herr Schenker bevor man von Drohgebärden spricht sollte man die Neuzeitgeschichte von 1989 kennen und die Vetsprechen gegenüber Russland berücksichtigen. Dann merkt man das der Westen vorallem die NATO sich nicht an Verträge hält. Bravo Russland und ich hoffe mit Trump wird es eine Entspannung geben.
    • Max   Hasenei 12.01.2017
      Es ist doch nicht die schuld des Westens und der NATO Herr Poco Loco. Jedes Land hat das Recht eigenständig zu wählen was für das Land das beste ist. Und wenn die angrenzenden ex .UDSSR-Staaten in die EU und zur NATO wollen ist das ihr gutes Recht und wenn das dem Putin nicht passt gibt ihm das nicht das Recht in Staaten Einzumarschieren und ein Gebiet zu besetzten.
  • Lukas  Martig aus Visp
    12.01.2017
    Wieso Problem? Ist es nicht besser, wenn sich die beiden grössten Militärmächte gut verstehen??? Will der Westen etwa lieber einen neuen Krieg? Unglaublich, wie die Medien da auch noch immer mitziehen!
  • Luz  Erner 12.01.2017
    Das eigentliche Problem ist weder Putin noch Trump. Für uns in Europa ist viel wichtiger, wann die Merkel endlich von der Politbühne verschwindet. Das ist wahrlich ein Wolf im Schafspelz, da sind Putin und Trump nur Waisenknaben. Wenn man sich die Entwicklung der EU anschaut seit Merkel in Deutschland übernahm, sieht man das Deutschland immer stärker wird und die umliegenden Mitgliedstaaten immer schwächer (Italien, Spanien, Irland usw.). Meiner Ansicht nach hat das System!
    • Gustav  Nörgeli 12.01.2017
      In Sachen Merkel und GroKo stimme ich Ihnen zu, aber dies hat einen Zusammenhang mit den USA. Was glauben Sie, warum die in der Merkelregierung so enttäuscht waren, dass Clinton nicht gewählt wurde? Das ist EIN & DIESELBE Mishpoke und jetzt steht die Deutsche Regierung alleine, mit abgesägten Hosen in der Weltgeschichte. Darum kursieren auch wilde Gerüchte und Panik über Wahlkampfbeeinflussung. Denen flattern die Hosen. Ebenso den Merkel/Clintonfans in unserem Land. Und das ist gut so.
    • Landre  Marb , via Facebook 12.01.2017
      Deutschland einen moralischen Vorwurf zu machen dass es zu clever seine Interesse zu bewirtschaften weiss ist haltbar. Technisch aber weniger. Das Problem ist doch eher die globale Finanzwirtschaft die sich markant von der Realwirtschaft abgekuppelt hat. Troika-Griechenland ist ein interessant emblematisches Beispiel dazu. Die EU (Bruxelles) ist als Wirtschaftsbund geboren, will sich aber mittlerweile als virtuoser Völkerbund verkaufen. Ich nehme an dass wir Schweiz deswegen konträr sind.