Doch kein Abriss Hitler-Haus wird Heim für Behinderte

BRAUNAU - Die Verwaltung der österreichischen Stadt Braunau verzichtet darauf, das Geburtshaus von Adolf Hitler abzureissen. Stattdessen beschloss sie, das Gebäude zu sanieren und als Behindertenheim zur Verfügung zu stellen.

Hitlers Geburtshaus in Braunau. play
Hitlers Geburtshaus in Braunau. KEYSTONE/AP/Kerstin Joensson

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Um Punkt 12 Uhr übernimmt Trump Die 10 wichtigsten Fakten zur Amtsübergabe
2 Lawinen-Drama Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG lebt!
3 Das meint BLICK zum Amtsantritt Enttäuschen Sie uns, Mr. President!

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Die jahrelange Diskussion um die zukünftige Nutzung des Geburtshauses von Adolf Hitler in Braunau ist beendet. Nachdem der Nationalrat am Mittwoch die Enteignung der bisherigen Besitzerin beschlossen hatte, trafen sich gestern Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann Josef Pühringer und der Braunauer Bürgermeister Johannes Waidbacher in Linz, um über die zukünftige Nutzung dieses historisch vorbelasteten Ortes zu diskutieren. «Wir haben uns nach einem ausführlichen Gespräch entschieden, das Gebäude nicht abzureissen», sagte Pühringer. Stattdessen soll das Gebäude einer «sozialen Verwendung im Behindertenbereich» zugeführt werden.

Gedänkstätte für Nazis

Bereits von 1977 bis September 2011 war Hitlers Geburtshaus als Tagesheimstätte und Werkstätte für Menschen mit Behinderung von der Lebenshilfe genutzt worden. Seither stand des Gebäude leer. Immer wieder pilgern Neonazis nach Braunau, um vor dem Haus Erinnerungsfotos zu schiessen. Die österreichischen Behörden hoffen nun, dass dem ein Ende gesetzt wird. Pühringer strebe eine soziale Nutzung im Behindertenheim als «Antithese zum Nationalsozialismus» an.

«Eine soziale Nutzung, wie sie an diesem Ort bereits über viele Jahre stattgefunden hat, ist ein lebensbejahendes Zeichen, ein Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und ein klares Symbol gegen die von Hitler begangenen Verbrechen», sind sich die drei Politiker einig. (gru)

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 15.01.2017
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    17.12.2016
    Man haette das Haus ganz abraeumen sollen, denn wenns steht, wirds immer wieder Pilger geben. Und anstelle sollte man ein Denkmal von Winston Churchill hintun mit einer Inschrift wie zB ein Zitat von ihm: Die Deutschen hat man entweder am Hals oder den Fuessen.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    17.12.2016
    Sehr gut :), und richtige Entscheidung. Daraus soll etwas positives entstehen, und nicht etwas negatives :)