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«Barbe Q» darf sich als üppig bezeichnen, ist lebensgross, in einigen Augen gar sexy – je nach Geschmack. Ihre Wirkung verfehlt sie nicht: Sie steht vor einem Restaurant in Reading (USA) und lockt Kunden in das Lokal von Besitzer Kenny Tessel. Offenbar ziemlich erfolgreich.
Tessel hat nun seine Gute als Bürgermeisterin vorgeschlagen. Wie «Cincinnati.com» berichtet, bewirbt sich das Duo auf «write-in votes». Damit steht «Barbe Q» zwar nicht auf dem Wahlzettel, kann aber mittels Namens-Sticker, der auf den Wahlzettel geklebt wird, gewählt werden.
Sogar ein Wahlprogramm kann die Schaufensterpuppe vorweisen – was alles andere als komisch ist. Besitzer Tessel: «Ganz generell will ‹Barbe Q› auf die Fast-Food-Mentalität und die zunehmenden Restaurant-Ketten aufmerksam machen, die in unser Region überhand nehmen. Die führen zu Fettleibigkeit und anderen Gesundheitsproblemen. Letztlich führt das zu höheren Krankenversicherungsbeiträgen und höheren Steuern.»
Zu sexy für die Stadt
Sein Restaurant leide unter den 1-Dollar-Menüs, die von den Fast-Food-Ketten angeboten würden. Deshalb dieser Wahlkampf. «Im Vordergrund stehen dabei die freien Unternehmer», sagt Tessel. Die Aufmerksamkeit ist ihm gewiss: Diverse US-Medien berichteten bereits über den schrulligen Mann mit seiner Puppe.
Aufmerksamkeit erregte die Puppe bereits vor zwei Jahren. Nur mit einem Bikini bekleidet stand sie vor seinem Restaurant – was der Stadt ein Dorn im Auge war. Per Gerichtsbeschluss versuchten sie, «Barbe Q» verhüllen zu lassen. Tessel zog dagegen in Berufung – und gewann. Seither darf «Barbe Q» in allen Farben und Formen seine Kunden betören. (num)