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Sie waren dreist und sie waren dumm – die vier vermummten Gangster, die am 6. März um 14.15 Uhr ins Luxus-Hotel «Grand Hyatt» stürmten. Abgesehen hatten sie es auf den Tresor eines Pokerturniers.
Zwar konnten die Räuber nach ihrer spektakulären Aktion mit knapp 250‘000 Euro türmen, hatten aber vorher aber so viele Fehler begangen, dass die Berliner Polizeigewerkschaft von einer «neuen Dimension der Dummheit» sprach.
Einer der Amateur-Gangster hat sich nun der Polizei gestellt, wie «Bild.de» berichtet. Zusammen mit seinem Anwalt gestand der 21-jährige Berlin-Türke der Polizei, dass er zu Bande gehört. Kein Sterbenswörtchen verlor er bisher allerdings über seine Komplizen und die Beute.
Der Mann wäre schon beim Überfall fast geschnappt worden: Ein Wachmann konnte den Vermummten im «Hyatt» festhalten und in den Schwitzkasten nehmen. Dabei liess der Räuber eine Tasche mit einer halben Million Euro und seinen Revolver fallen. Doch ein Komplize befreite ihn wieder.
Die Polizei ist den drei anderen Tätern auf der Spur. Sie verfügt über jede Menge DNA-Spuren und über Bilder der unmaskierten Gangster-Visagen. Denn die Räuber trugen bei ihrem verpatzten Überfall keine Handschuhe und zogen ihre Masken aus, als sie sich noch im Bereich von Überwachungskameras bewegten.
Im Berliner Stadtteil Kreuzberg haben Spezialeinheiten der Polizei mehrere Wohnungen von Verdächtigen gestürmt, meldet die «Morgenpost». Bisher kam es aber nicht zu weiteren Verhaftungen. Auch von der Beute fehlt noch jede Spur. (bih)