Ausdrucken Weiterleiten
 

Richter überzeugt: Dieser Juso fackelte die Luxus-Autos ab

AARAU – Die angezündeten Wagen von Aarau. Es war nicht etwa ein Lausbub. Es war ein Politiker!

Von Ralph Donghi | Aktualisiert um 09:04 | 10.12.2009
Die abgefackelten Autos. Das zweite von rechts ist der Range Rover eines SVP-Lokalpolitikers. (Ralph Donghi)
(Ralph Donghi)
(Ralph Donghi)
(Ralph Donghi)
(Ralph Donghi)
(Ralph Donghi)
Der Brandstifter von Aarau heisst Ivo L.* Er ist 20, bei seinen Eltern in einer feineren Aarauer Gegend, dem Zelgli-Quartier, angemeldet. Dort klickten am 14. November die Handschellen.

Peinlich für die SP: Kantischüler Ivo L. kandidierte 2007 für die Juso als Nationalrat und erhielt 810 Stimmen. Auf derselben Liste also wie der neue Polit-Star Cédric Wermuth (23), Präsident der Schweizer Jungsozialisten und Vize-Präsident der SP Schweiz.

Andrea Arezina (25), Co-Präsidentin der Juso Aargau, bestätigte: «Ja, Ivo wurde wegen einer Brandserie verhaftet.» Allerdings, so fügte sie hinzu, sei Ivo aus der Juso ausgetreten. Und Wermuth zu BLICK: «Falls der Verdacht zutrifft, bin ich froh, dass die Person nicht mehr Juso-Mitglied ist. Gewalt gegen Personen oder Sachen kommt für die Juso in keinem Fall in Frage.»

Mit Kumpel Philipp


Ivo zog die Feuerteufel-Orgie gegen Sachen mit seinem Kumpel Philipp G.* (20) durch. Ein Lehrling, in der Nähe wohnhaft, und ebenfalls aus gutem Hause. Acht Luxus-Autos sollen die beiden abgefackelt haben (Blick.ch berichtete). Meist am Wochenende. Und immer frühmorgens.

Die Brandserie beginnt am 23. Mai und dauert bis zum 14. November. Ivo und Philipp zünden in wöchentlichen Abständen und im eigenen Quartier teure Autos an. Darunter eine alte Corvette, einen Alfa Romeo, einen BMW, einen Mercedes und ein Auto der Stadtpolizei.

Auch SVP-Auto


Als sie am 18. Oktober den Range Rover eines SVP-Einwohnerrates abfackeln, hat die Kapo Aargau genug. Sie überwacht das Quartier mit zivilen Polizisten, technischen Hilfsmitteln – und mit Erfolg: Am 14. November zünden Ivo und Philipp wieder ein SVP-Auto an, diesmal das des örtlichen Parteipräsidenten Marc Dübendorfer (46). Da greift die Polizei zu!

«Spuren müssen noch ausgewertet werden», sagt Bezirks-amtmann Dieter Gautschi (61), der Untersuchungsrichter. Er ist sicher: «Wir werden den beiden Mitgliedern der Linksautonomen-Szene alle Taten beweisen, obwohl sie alles abstreiten.»

Freunde demonstrieren


Damit waren 30 Kumpels von Ivo L. und Philipp G. nicht einverstanden. Sie demonstrierten am vergangenen Samstag erst in Bern, dann in Aarau «gegen den Überwachungsstaat». Die Kapo Aargau nahm 20 von ihnen vorübergehend fest.

Das Auto des Aarauer SVP-Präsidenten Marc Dübendorfer wurde so nahe beim Haus angezündet, dass das Feuer um ein Haar auf das Gebäude übergegriffen hätte. Das Opfer der Brandstifter: «Ob es Links- oder Rechtsextreme waren, ist egal. Solche Kriminelle gehören einfach hinter Gitter!», so Dübendorfer.

*Namen der Redaktion bekannt
Ivo L. (20): einst Juso-Nationalratskandidat, heute Brandstifter. (ZVG)
Ivo L. (20): einst Juso-Nationalratskandidat, heute Brandstifter. (ZVG)
Das sagen Blick.ch-Leser
Abbas Schumacher, Glaibasel - 15:00 | 10.12.2009
» @Miriam N, Bern SVPler die denken sich scharfe Plakate aus. JUSOs lieben aber die Aktion und das beweisen sie immer wieder. z.B. 1.Mai, wenn die LINKEN protestieren, knallen Scheiben, werden Autos demoliert und vermummt gegen die Polizei vorgegangen. Dass soll Zufall sein? Grüne und SP werden das in den nächsten Abstimmungen spüren!
Abbas Schumacher, Glaibasel - 12:00 | 10.12.2009
» Mal überlegen, Juso und Linke? Arbeiter sind in diesen Parteien wenig bis keine vorhanden. Studenten, alles Leute in gehobenen, meist sozialen Anstellungsverhältnissen. Was die können, haben sie uns nach der Abstimmung ja eindrücklich gezeigt. Immer mehr entwickeln sich diese zu Querulanten der Nation. Zu welchem Psychiater sollen die gehen? Ist man da sicher, dass der nicht auch in diesen Kreisen zu finden ist?
Trudi Balmer, Villmergen - 11:47 | 10.12.2009
» Schaut Euch doch deren Vorbilder einmal an. RESPEKT / ANSTAND und dass wählende Volk wird als....... hingestellt, genau von deren Vorbilder erlernt und die sitzen noch in unseren UNIVERSITÄTEN. Es wird langsam Zeit dass durchgegriffen wird bei ALLEN auch bei gewissen Behörden. Geld bedeutet nicht Macht aber scheinbar haben doch viele denn Eindruck weil sie Geld haben besitzen sie als Alleinge das Recht auf ihrer Seite und können sich benehmen wie es ihnen passt. Eben kein RESPEKT!
Miriam N, Bern - 11:39 | 10.12.2009
» @ Marc von Allmen: Jaja, die ganze JUSO ist Schuld. Schliesslich hat bestimmt jedes JUSO-Mitglied schon einmal einen Wagen angezündet oder etwas verwüstet. Wir sind ja eine Partei und müssen zusammenhalten. Nein im Ernst... vielleicht schon mal überleget, dass wir auch nicht stolz auf diese Idioten sind? Solche einzelne Extremisten gibt es in jeder Partei. Also macht mal halblang!
Sandra Bühler, Rotkreuz - 11:39 | 10.12.2009
» Wer bezahlt die monatelangen Polizeieinsätze, die Schäden an den Autos? Die Linken und netten werden alles verharmlosen, und für eine lächerliche bedingte Geldstrafe dürfen sie sich freikaufen.
Angebot