Dieser Heli sollte 14 Handys in Knast fliegen

  • Publiziert: 26.05.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Mit diesem Modell-Helikopter wollten sich brasilianische Häftlinge Handys und Bargeld in Knast fliegen lassen. (AP)

SAO PAULO – Brasilianische Häftlinge werden immer einfallsreicher. Nach Brieftauben stehen jetzt ferngesteuerte Modell-Helikopter als Lieferanten ganz oben auf der Liste.

Bei der Kontrolle eines Mietwagens in der Nähe des Hochsicherheitsgefängnisses von Presidente Veceslau (Bundesstaat São Paulo) entdeckte die Polizei einen ferngesteuerten Mini-Helikopter mit 14 Handys, Ladegeräten sowie umgerechnet 500 Dollar in Bar.

Die Schmuggelware befand sich in einem Korb, der am Helikopter befestigt war. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Einer von ihnen gestand, dass ihnen insgesamt 10800 Franken für ihre Dienste zugesagt worden seien.

Luxusleben in brasilianischen Gefängnissen

Für wen genau die Ware bestimmt war, blieb offen – in dem Gefängnis sitzen einige der gefährlichsten Mitglieder des organisierten Verbrechens.

Inhaftierte Vertreter krimineller Banden wie dem «Roten Kommando» in Rio de Janeiro oder dem «Ersten Hauptstadt-Kommando» in Sao Paulo führen in Brasiliens Gefängnissen oftmals ein wahres Luxusleben.

Sie verfügen über ein umfangreiches Netzwerk an Helfern, um sich mit allem Lebensnotwendigen versorgen zu lassen, darunter auch mit Drogen und Waffen. Ende März fingen Beamte des Gefängnisses von Sorocaba, knapp 100 Kilometer westlich von São Paulo, innerhalb von zwei Tagen zwei Brieftauben ab, die in Beuteln Handys und Aufladegeräte mit sich trugen. (SDA/s5j)

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