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Nach jahrelangem und intensivem Studium war 2008 für den 62-jährigen Mario Borghezio klar: Wir sind nicht allein. Deshalb verfasst der konservative Politiker aus Turin einen Antrag zu Ausserirdischen, mit der sich nun die EU beschäftigen muss.
In seiner schriftlichen Erklärung 57/10 kritisiert Borghezio die «systematische Geheimhaltung der Information» über Ufos in den EU-Ländern, wie «Die Welt» berichtet. Er fordert deshalb, dass die Regierungen «die staatlichen Archive über Ufos öffnen».
Zudem solle ein wissenschaftliches Beobachtungszentrum eingerichtet werden, damit die Daten aus ganz Europa gesammelt und ausgewertet werden könnten.
Borghezio kämpft verbissen um sein Anliegen – und 17 EU-Parlamentarier konnte er bereits zu einer Unterschrift bewegen. Nächste Woche sollen noch mehr Politiker überzeugt werden. Dann hat der Italiener ausgewiesene Ufo-Experten ins EU-Parlament eingeladen.
23 mal übersetzt
Falls die Mehrheit der Abgeordneten unterschreibt, kommt der EU-Präsident ins Spiel. Dieser muss dann die Erklärung an die Regierungen der 27 EU-Länder weiterleiten, damit diese im Kampf gegen oder für die grünen Männchen zusammenspannen.
Der Aufwand, den die EU-Administration für den wahnwitzigen Antrag betreiben muss, ist enorm. Die Erklärung muss in 23 Sprachen übersetzt, an alle 736 Abgeordneten abgegeben und in den grossen Plenarsälen in Brüssel und Strassburg ausgehängt werden. Wie viel der «Spass» kostet, ist nicht bekannt. (gca)