Im falschen Körper Dieser Bub darf ein Meitli sein

ESSEX - ENGLAND - Er sei im falschen Körper geboren, sagt Zach (5) aus England. Seine Eltern, die Schule und die Behörden akzeptieren das.

  • Publiziert: 21.02.2012

Als Zach Avery das erste Mal verkündete: «Mami, ich bin ein Mädchen», war er gerade einmal drei Jahre alt. «Ich dachte erst, das sei nur eine Phase und beliess es dabei», sagt Zachs Mutter Theresa (32).

«Doch dann wurde es ernster und Zach wurde wütend, wenn man ihn als Junge bezeichnete.» Zach begann Mädchenkleider anzuziehen und weigerte sich, als Bub zu leben. «Er weinte oft und versuchte aus lauter Frust sogar, seinen Penis abzuschneiden», sagt Theresa.

Gefangen im Körper eines Jungen

Besorgt um Zachs Verhalten suchten sie und ihr Mann Darren (41) ärztliche Hilfe auf, schreibt der britische «Telegraph». Nach vielen Beratungen und Beobachtungen endlich die Diagnose: Zach hat eine Geschlechts­identitätsstörung, stellten Spezialisten des Nationalen Gesundheitsdienstes fest. Er fühlt sich als Mädchen — gefangen im Körper eines Jungen.

Laut der Tavistock Klinik London werden pro Jahr 100 bis 160 solcher Fälle bei Kindern festgestellt. Letztes Jahr allerdings nur bei sieben Kindern unter fünf Jahren.

Gspänli akzeptieren Zach als Mädchen

Mit seinem lila Röckchen und den blonden Zöpfen lässt Zach niemanden mehr an seinem Meitli-Sein zweifeln. In der Schule in Essex nennen ihn die Kinder liebevoll Zachy. Theresa: «Seine Gspänli zuckten mit keiner Wimper, als wir ihnen erklärten, was mit Zach los ist.» (kko)

Kommentare (3)

  • Buhler  Roland , 11352 queens NY.USA
    ANSCHEINEND VERSTEHEN KINDER DIE SACHLAGE SCHNELLER TOLL, und eine ware sage fuer das kind welches sich so frueh selbst erkannte, auch da lasst die hirner so entwikeln wie es geformt wurde ,,ij diesen faellen jedenfalls,
    • 21.02.2012
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  • Pablo  Picaso
    Duscht er jetzt nach dem Turnen bei den Mädchen?
    • 21.02.2012
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  • Hanspeter  Niederer
    Ist doch schlichtweg umwerfend und herrlich, wie akzeptierend Kinder in diesem Alter noch sind. Wie werden daraus bloss mobbende, ausgrenzende ältere Kinder und Erwachsene? Das lohnendste Forschungsgebiet für fähige Psychologen schlechthin !
    • 21.02.2012
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