Unzimperliche Walfänger Diese Tierschutz-Aktion geht schief

SYDNEY - Drei australische Aktivisten haben am Wochenende einen japanischen Walfänger geentert und werden nun gegen ihren Willen an Bord festgehalten.

  • Publiziert: 09.01.2012, Aktualisiert: 26.01.2012

Die Aktivisten der Gruppe Forest Rescue wollen die japanischen Walfänger mit allen Mitteln stoppen. In der Nacht zum Sonntag werden drei von ihnen mit Booten zum japanischen Walfänger «Shonan Maru 2» gebracht.

Geoffrey Owen Tuxworth (47), Simon Peterffy, (44) und Glen Pendlebury (27) klettern über die Reling, vorbei an Stacheldraht und entern das Schiff, meldeten die befreundeten Tierschützer von Sea Shepherd im Netz.

Die drei Tierschützer führen ihre Aktion in den antarktischen Gewässern bei Südwestaustralien durch. Ihr Plan: Mit ihrer Anwesenheit die Japaner dazu zu zwingen, zurück nach Australien zu fahren und anschliessend ihre Gewässer zu verlassen. Doch die Japaner scheren sich offenbar einen Deut um die Anliegen der Tierschützer und halten die Aktivisten gegen ihren Willen an Bord fest.

«Es ist wahrscheinlich, dass die drei Australier nach Japan zurückgebracht werden», sagte eine australische Generalstaatsanwältin. Dort könnte sie eine lange Gefängnisstrafe erwarten. Die Eltern von Tuxworth sagen gegenüber «Sydney Morning Herald»: «Unsere grösste Angst ist, dass sie bis zu 15 Jahre Knast kriegen.»

Das Schiff der militanten Aktivisten verfolgt japanische Walfänger, die unter internationalem Protest jedes Jahr hunderte Wale fangen. Im vergangenen Jahr war der neuseeländische Aktivist der Sea Shepherd, Peter Bethune, auf ein Walfangschiff geklettert. Er wurde nach Japan gebracht und verbrachte dort fünf Monate hinter Gittern. (SDA/num)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Private Firma kauft 14 Kampfjets «Wie Top-Gun, nur besser und globaler»bullet

Ausland