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Malt nicht den Teufel an die Wand, sondern macht seine letzten Faxen als Minister: Manuel Pinho. (Reuters)
Skandal bei der letzten Parlamentssitzung vor der Sommerpause in Portugal: Wirtschaftsminister Manuel Pinho musste am Donnerstagabend (Ortszeit) in Lissabon seinen Hut nehmen, nachdem er einen politischen Rivalen beleidigt hatte.
In einer Debatte über die Lage der Nation hatte er dem Abgeordneten der Kommunistischen Partei Bernardino Soares die «Hörner» gezeigt – und damit zur allgemeinen Empörung angedeutet, der Mann sei von seiner Frau betrogen worden.
«Nicht zu entschuldigen»
Ministerpräsident José Sócrates von der Sozialistischen Partei forderte den Rücktritt des Ministers und nahm dessen darauffolgendes Gesuch umgehend an. Finanzminister Fernando Teixeira wird nun auch das Wirtschaftsressort übernehmen.
«Das war nicht zu entschuldigen», klagte Sócrates, der bei den jüngsten Europawahlen eine schwere Niederlage erlitten hatte. Der Skandal um Pinho, der heute den Zwischenfall bereute, setzt der unter Druck stehenden Sozialisten-Regierung vor den Parlamentswahlen Ende September weiter zu. (SDA/dip)