Die F1-Legende ist in der Uniklinik Lausanne Darum wird Schumi in der Schweiz behandelt

Michael Schumacher ist nicht mehr im Koma. Doch wo wird er wirklich zu sich kommen?

Uniklinik Lausanne: Hier erholt sich Schumacher

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Auf diese drei Wörter wartete die Sportwelt 170 Tage: Schumi ist wach. Nicht nur für die Deutschen, deren Fussballer in Brasilien triumphierten, war es gestern ein schöner Tag. Auch die Formel-1-Fans atmeten auf.

Die morgendliche Mitteilung von Schumachers Managerin Sabine Kehm war knapp, aber deutlich: «Michael hat das Universitätsspital Grenoble verlassen, um seine lange Phase der Rehabilitation fortzusetzen. Er ist nicht mehr im Koma.»

Was heisst das genau? Spricht er? Steht er? Geht er? Klar ist zunächst eines: Michael Schumacher ist jetzt in der Obhut Schweizer Ärzte, im Reha-Zentrum der Uniklinik Lausanne, nicht weit von Gland VD, wo die Schumachers wohnen.

Das ist wichtig, sagt Jürg Kesselring, Chefarzt Neurologie der Kliniken Valens SG: «Bei einer solchen Hirnverletzung ist es wichtig, dass der Patient Menschen um sich hat, die ihm vertraut sind. Je häufiger, desto besser. Das bestätigen Studien

Und doch fragten sich Experten, warum ein prominenter Patient wie Michael Schumacher nicht etwa ins hochspezialisierte Zentrum für Querschnittgelähmte und Hirnverletzte der Rehab Basel gebracht wurde. Margret Hund, medizinische Leiterin am Rehab, sagt dazu auf Anfrage: «Die Angehörigen in der Nähe des Alltags zu haben, gibt allen Sicherheit, Routine und etwas Ruhe.»

Das sehen die Schumachers wohl ebenso. Sie bedankten sich «ausdrücklich bei allen behandelnden Ärzten, Pflegern, Schwestern und Therapeuten in Grenoble ebenso wie bei den Ersthelfern am Unfallort».

Die Erinnerungen an den bösen 29. Dezember sind also noch frisch. Ein Ferientag, der im Drama endete: Schumacher fuhr bei Méribel in den französischen Alpen Ski, knapp neben der Piste, aber nicht zu schnell, wie die Staatsanwaltschaft später feststellte. Dann der verhängnisvolle Sturz, Schumachers Kopf schlägt gegen einen Stein – Hirn-Schädel-Trauma. Die schockierte Welt erlebt einen so beherrschten, kontrollierten, wachen Menschen plötzlich hilflos.

Fans, Kollegen, Freunde hielten ihm die Daumen. Konnten sich einfach nicht vorstellen, dass ein Schumi sich nicht erholt. Nicht alle blieben hoffnungsvoll. «Es wird nie wieder gute Nachrichten über Michael geben», befürchtete noch vor zwei Wochen Ex-Formel-1-Arzt Gary Hartstein. Er blieb gestern bei seinem Pessimismus. Die Nachricht, Schumi sei nicht mehr im Koma, empfinde er als «zynische Wortspielerei» des Managements. «Sie hatten schon früher gesagt, er habe Momente, in denen er die Augen öffne. Sie sagen uns heute nur, was wir eh schon wissen.»

Wie wach Schumi ist, weiss letztlich niemand. Aber eines ist gewiss: Seit gestern ist er wieder ein wenig mehr zu Hause.

Publiziert am 17.06.2014 | Aktualisiert am 17.06.2014
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Wie wach ist er wirklich? Michael Schumacher sei «nicht mehr im Koma», sagt sein Management. play

Wie wach ist er wirklich? Michael Schumacher sei «nicht mehr im Koma», sagt sein Management.

REUTERS/Tony Gentile
Ehemaliger F1-Arzt: «Sollte Schumi blinzeln, wäre das grandios»

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11 Kommentare
  • seb  cicero 17.06.2014
    Es kann uns egal sein wo Schumi genau steht. Man kann davon ausgehen dass die Ärzte maximal tun was zu tun ist und dass alles seine Zeit braucht. Es bleibt nur zu wünschen, dass letztlich Schumi so weit gesundet wie nur menschenmöglich. Alle medizinische Detailklauberei was wo definitionsgemäss gemacht wurde und wie man "wach" verstanden haben möchte sind hier m.A. wohl fehl am Platz. Wünschen wir gute Genesung und hoffen, dass er weiter Fortschritte macht.
  • Klaus  Röck , via Facebook 17.06.2014
    Das ist ein schöner Tag, schöner als das 4.0 , war nie ein Fan von ihm ,habe aber immer gehofft daß er wieder wird. Was für eine Freude
    Klaus Röck
  • Markus  Kohler 17.06.2014
    Schade, dass die Familie oder das Management nicht mehr und genauere Infos herausgibt. Dann hätten wir nämlich Ruhe von den nie enden wollenden Spekulationen.
  • Niklaus  Kronenberg aus Malters
    17.06.2014
    Ich kann nicht verstehen, dass es Kommentare gibt mit Daumen nach unten, es kann jeder Froh sein wenn er keine Kopfverletzungen erleidet.
  • Kristin  Bischof 17.06.2014
    ich möchte einfach ALLEN,die ein solches oder ähnliches schicksal erleiden und durchmachen viel mut und kraft wünschen.lieber michael,ich habe mit dir gelitten,gehofft und gebangt,wünsche dir und deiner familie alles gute.kämpfe weiter und halte durch.bin in gedanken bei dir/euch."kopf hoch" und machs guät.
    • Iris  Schipke , via Facebook 17.06.2014
      Meine Güte man könnte meinen Sie sind eine enge Angehörige.Ich gönne ihm sicher das er wieder gesund wird.Aber man sollte auch mal nicht vergessen,dass es sehr viele ähnliche Schicksale gibt,wo auch noch ein Finanzielles Fiasko für die Angehörigen einsetzt,wo die Ehefrau nicht täglich am Bett sitzen kann,weil sie rund um die Uhr arbeiten muss und zusätzlich noch Kinder zu versorgen hat.Das ist dann wirklich bitter!!!!
    • Stefan  Gerig , via Facebook 17.06.2014
      Klar ist Schumacher nicht ein enger Angehöriger von mir. Klar gibt es viele Leute, die eine schwerere Zeit durch machen. Aber ich kenne diese Leute nicht. Schumi war mein absolutes Kindheitsidol, ich habe ihn verehrt, habe kein Rennen, kein Interview von ihm verpasst, auch nach seiner aktiven Zeit. Also habe ich sehr wohl eine emotionale Bindung zu der Person Michael Schumacher, die ich zu den anderen, zweifelsfrei traurigen Schiksalen nicht habe.