Sensationelle Ergebnisse für die AfD: Polit-Erdbeben schüttelt Deutschland durch

Bei den Wahlen in drei Bundesländern hat die rechtsgerichtete AfD bis einen Viertel aller Stimmen geholt. Das Wahlergebnis ist eine Abrechnung mit der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. An der AfD-Feier in Berlin gab es Drohungen aus linken Kreisen.

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Bei den drei Landtagswahlen haben CDU und SPD grosse Niederlagen erlitten. Der Alternative für Deutschland (AfD) gelang der Sprung in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. In Sachsen-Anhalt erreichte sie aus dem Stand fast 25 Prozent der Stimmen.

Die Landtagswahlen gelten als Abstimmung über die offene Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Sie war im Wahlkampf das dominierende Thema.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion Michael Grosse-Brömer spricht in der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» von einer Niederlage für fast alle Parteien: «Keine der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien hat heute besonderen Grund, fröhlich zu sein angesichts dieser Wahlergebnisse.»

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel wertet den Erfolg der AfD als eine «Zäsur». Die demokratische Mitte sei schwächer geworden, sagt er.

Die AfD-Präsidentin Frauke Petry sagt: «Wir sehen in diesen Wahlen, dass sich die Wähler von den grossen Volksparteien in grossem Masse abwenden.»

Die einstigen Volksparteien CDU und SPD erlebten historische Niederlagen, die Grünen in Baden-Württemberg einen historischen Sieg. In Baden-Württemberg sind die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann dem vorläufigen Ergebnis zufolge erstmals in der deutschen Geschichte stärkste Partei. Allerdings reicht es nicht für eine Fortsetzung der bundesweit ersten grün-roten Koalition.

Im Duell der Frauen in Rheinland-Pfalz verweist die SPD von Regierungschefin Malu Dreyer die CDU von Herausforderin Julia Klöckner nach dramatischem Wahlkampfendspurt doch noch auf Platz zwei - Rot-Grün ist aber passé.

Die Freude über die Wahlsiege bei der AfD sind riesig. Aber sie wurde auch getrübt. Die Wahlparty in Berlin fand unter widrigen Umständen statt, wie der «Spiegel» berichtet.

Die Feier in einem Hotel in der Innenstadt musste wegen Drohungen aus der linksradikalen Szene in den Osten verlegt werden, in ein Hostel nach Berlin-Lichtenberg. Die Herberge liegt mitten zwischen Plattenbauten.

Bewacht von einem grossen Polizeiaufgebot kamen hier rund 250 Anhänger zusammen. (SDA/gf)

Publiziert am 13.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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Wahl-Sonntag in Deutschland SPD siegt deutlich in Mainz

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24 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    14.03.2016
    Jetzt sind die ersten detaillierten Ergebnisse vom Mittelrhein bekannt, dort wo ich zuletzt wohnte bevor ich in die Schweiz kam. Die AfD wurde dort stark wo der Struktur- und Gesellschaftswandel den größten Kahlschlag im traditionellen Bereich verursachte. Das obere Mittelrheintal wird als UNESCO-Welterbe erfolgreich vermarktet, die mittelalterlichen Städte sind aber nur noch Theaterkulisse für Touristen, das gesellschaftliche Leben früherer Zeiten ist dem Mainstream zum Opfer gefallen.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    14.03.2016
    Kretschmann und Dreyer sind reine Personen Wahlen - keine Partei-Wahlen.
    AFD ist zu bewundern, Frauke Petri eine der mutigsten und schlagfertigsten Partei-Sprecherinnen.
    Dass der Erfolg in Missgunst bei anderen Parteien umschlägt ist Neid, Dummheit und muss schnellstens aufgedeckt werden. Das ist der Merkel-Kurs eben die D zentral steuern will. Da wehrt sich die AFD dagegen. Zudem warum sollen AFD Mitglieder nicht CH-Shirts tragen? Wieder Neid und Hetze?
    ewz
  • Lorenz   Müller 14.03.2016
    Und jetzt, was machen die deutschen Politiker, die doch sonst immer in ganz Europa so arrogant herummotzen und andere Länder kritisieren, wenn in anderen Ländern so gewählt wird? Oder anders gefragt, müssten unsere Politiker denn jetzt nicht öffentlich verkünden, dass sie spinnen, die Deutschen?
  • jürg  frey aus teufen
    14.03.2016
    Es ist halt schon so. Diese AfD mag ungut sein für Deutschland, aber die Partei war überfällig, denn sie ist gut für die aktuelle Flüchtlingspolitik und als Pendent zu Merkels Aussenpolitik.
  • Gieri  Caviezel 14.03.2016
    Ja ja, die AfD und ihre Wähler werden immer als fremdenfeindliche und antidemokratische Typen dargestellt. Und in einer Demokratie wie Deutschland ist es scheinbar nicht möglich, einen Wahlsieg zu feiern. Weshalb? Genau, weil die angeblich demokratischen und toleranten Linken eine andere Meinung nicht akzeptieren können.