Die Anklageschrift gegen Werner C.* im Fall Paul Dokument enthüllt grausame Details

DÜSSELDORF (D) - Der deutsche Koch Werner C.* (35) steht am 2. Dezember in Düsseldorf (D) vor Gericht. Er hat Paul S.* (12) am 18. Juni nach Deutschland beordert, ihn in seiner Wohnung eingesperrt und mehrmals sexuell missbraucht.

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Der deutsche Hilfskoch Werner C.* (35) hat gestanden, den Schweizer Bub Paul S.* (12) im Juni dieses Jahres nach Deutschland geholt zu haben (BLICK berichtete). In seiner Wohnung hatte er den Buben eingesperrt und ihn während acht Tagen und Nächten mehrmals sexuell missbraucht. 

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Hilfskoch Werner C. (35).

Der deutschen «Bild» liegt die Anklageschrift, welche schreckliche Details über den Fall offenlegt, vor. Am 2. Dezember soll C. in Düsseldorf vor dem Landgericht stehen.

Brutales Vorgehen

Die Vorgehensweise von C. war laut der Anklageschrift genaustens durchdacht. Mithilfe der privaten Informationen, die Paul gegenüber «aldi 2201» im Internet geäussert hatte, habe der Hilfskoch das Kind überredet, zu ihm nach Deutschland zu kommen und dort zu leben. 

Laut Anklageschrift hatten sich die beiden am 18. Juni in Härkingen (SO) getroffen. Werner C. soll dem 12-Jährigen damals einen Zungenkuss zur Begrüssung gegeben haben. Anschliessend seien die beiden zusammen nach Düsseldorf gereist. 

In der Zeit, in der Paul anschliessend in der Wohnung von C. eingesperrt war, soll er insgesamt 15 Mal schwer vergewaltigt worden sein.

Besitz von Kinderpornographie

C. hatte Paul im Internet kennengelernt. Beim Online-Spiel «Minecraft» war der Hilfskoch als Administrator mit dem Namen «aldi 2201» tätig. Er hatte mit Paul gechattet und ihm durch seine Funktion in der virtuellen Welt bis dahin verschlossene Ebenen eröffnet, sowie Vergünstigungen verschafft. So schaffte er es, das Vertrauen von Paul zu gewinnen. 

Dem 35-Jährigen wird ebenfalls der Besitz von Kinderpornos vorgeworfen. Wie die «Bild» schreibt, hätten die Ermittler über 3000 kinderpornographische Dateien  – 2501 Fotos und 642 Videos – gefunden. (stj) 

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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3 Kommentare
  • Michael  Tomov aus Koror
    24.11.2016
    Und warum muss das in die Presse? Denkt man auch einmal daran, wie das das Leben von Paul belasten wird, wenn alle im Detail wissen, was mit ihm geschah. Wie kann Paul so noch in der Öffentlichkeit verkehren? Wie kommt es, dass Solches überhaupt auskommt. Es geht um Kinderschändung und das gehört ausschliesslich in den Gerichtssaal, unter Ausschluss der Öffentlichkeit!!! Ich kann das nicht verstehen!
    • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
      24.11.2016
      M.T. Mit ihrem Kommentar gehe ich einig. Das Einzige was mich an diesem Fall interessiert ist die Höhe des Strafmasses das hoffentlich nicht unter 10 Jahre unbedingt ausfällt.
    • Susanne  Reich 24.11.2016
      Und das Schlimmste, Paul wird sich ein bisschen der Schuld geben, auch wenn er dies nicht sollte. Zudem bleibt auch irgendwie ein Makel an ihm hängen, so wie wenn er etwas Schlechtes getan hätte. So exponiert und dann gerade in diesem Alter, ist nicht schön. Ich hoffe, der junge Mann kann das Ganze einigermassen verarbeiten und darf trotzdem ein erfülltes Leben führen. Ich werde nie verstehen, was Männer und auch Frauen an Kindern reizt. Vermutlich haben sie einfach keine Courage für Erwachsene.