
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Airbus A320 ist aus dem eisigen Wasser des Hudson Rivers geborgen worden. In einer aufwändigen Operation, die fast den ganzen Samstag in Anspruch nahm, hievte ein riesiger Kran mit zwei enormen Tragegurten die Maschine aus dem Fluss. Die Bergung wurde durch die starke Strömung und das eiskalte Wasser des Hudsons erschwert.
Ebenfalls geborgen: Die sogenannten «Black Boxes». Sie sind bereits auf dem Weg nach Washingotn, wo die Auszeichnungen Aufschluss darüber geben sollen, wieso beide Triebwerke kurz anch dem Strat vom La Guardia Flughafen ausgefallen waren. Auch will man wissen, wie der «Held vom Hudson», Pilot Cheseley Sullenberger, das Flugzeug sicher auf dem Husdon gelandet hatte.
Das Flugzeug liegt derzeit im Nelson A. Rockefeller Park. Reisige Stücke wurden herausgerissen, überall hängen Kabel heraus. Das linke Triebwerk, das bei der Wasserung abgerissen wurde, liegt allerdings nach wie vor im Wasser des Hudsons.
Cockpit-Scheibe war voller Vögel
Der als «Held vom Hudson» gefeierte Airbus-Pilot Chesley Sullenberger wollte mit seiner Notlandung auf dem Hudson River in New York eine «Katastrophe» vermeiden.
In seiner ersten Aussage zum Unfallhergang vom Donnerstag berichtete der 57-Jährige den Ermittlern, nach dem Start sei die Frontscheibe des Cockpits «buchstäblich voller grosser, dunkelbrauner Vögel» gewesen. Die Piloten hätten den Aufprall gespürt, dann seien die Triebwerke ausgefallen und sie hätten den Geruch von «brennenden Vögeln» bemerkt.
Zwei Flugbegleiter berichteten laut Higgins, sie hätten noch während des Steigflugs einen lauten Schlag gehört, danach sei das Motorgeräusch völlig verstummt. «Sie haben es als komplette Ruhe beschrieben, wie in einer Bibliothek», sagte Higgins.
Der Pilot meldete dem Tower einen «doppelten Vogelschlag». Die Untersuchung der Triebwerke soll zeigen, ob ein oder mehrere Vögel in die Turbinen gerieten und sie damit blockierten.
Sullenberger habe sich entschieden, nicht zum Flughafen zurückzukehren. Die Maschine sei «zu tief, zu langsam» gewesen und hätte ein dicht besiedeltes Gebiet überqueren müssen, sagte Higgins.
Nach der spektakulären Notlandung hatten alle 155 Menschen an Bord gerettet werden können. (SDA/gux)