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Jonas (8), Benjamin (6), Miriam (5) und Lisa (4) sind verschwunden. Vom eigenen Vater verschleppt. Ende April holt Axel Hüls (37) die vier zu einer angeblichen Velotour ab und kehrt nicht mehr zurück.
Die Mutter und die Grosseltern sind voller Sorge, bangen um das Leben ihrer Liebsten. «Sie ist völlig verzweifelt, total aufgewühlt. Sie hat grosse Angst um ihre Kinder», sagt eine Bekannte der Mutter zur «Bild-Zeitung».
Schiffsreise in den Sudan
Es passiert am Ostersonntag im Dorf Hermannsburg. Hüls klaut die Pässe der Kleinen und fährt unbemerkt zum Flughafen Hannover. Von dort aus fliegen die fünf nach Hurghada in Ägypten, wo Hüls’ Handy geortet, der genaue Aufenthaltsort aber nicht ermittelt werden kann. Am 9. Mai setzen sie mit einem Schiff zum Sudan über. Seitdem fehlt jede Spur.
Beunruhigend: Im Sudan gibt es immer wieder blutige Auseinandersetzungen zwischen Moslems und der christlichen Minderheit. «Warum er ausgerechnet in so ein gefährliches Land geflohen ist, können wir uns nicht erklären. Er hatte keine Beziehungen zum Sudan», sagte der Grossvater zu «Bild».
Fundamentalistisch
Vor zwei Jahren trennt sich die Mutter von ihrem Ehemann. Grund dafür sind Axel Hüls’ religiöse Ansichten, die immer extremer werden. Im Dorf gilt er als fundamentalistischer Christ. «Er war oft hier, kaufte ständig religiöse Bücher», sagte eine Buchhändlerin über Axel Hüls.
Seit zwei Tagen wird nun öffentlich nach dem 37-Jährigen gefahndet. Laut dem zuständigen Staatsanwalt gibt es erste Hoffnungsschimmer. Eine Nachbarin: «Ich weiss nicht, wie lange die Familie das noch aushält — sie ist mit ihrer Kraft am Ende.»