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Das Paar ist im «Grampions National Park» westlich von Melbourne, unterwegs.
Die Fahrbahn ist regennass – der Wagen gerät plötzlich ins Schlingern. Melanie Baik, die am Steuer sitzt, hat den Wagen nicht mehr unter Kontrolle. Das Auto stürzt mitsamt seinen Insassen einen steilen Abhang hinunter.
Es überschlägt sich mehrfach, bis es nach endlich 150 Meter tiefer in einem Strassengraben nahe einem Flussbett zum Stehen kommt, berichtete die Zeitung «The Herald Sun».
Die 31-jährige Melanie ist nach dem Sturz völlig bewegungsunfähig. Sie ist eingeklemmt. Ihr Mann Steffen Henrich kann aus dem Auto steigen. Er klettert den Abhang hinauf und versucht Hilfe zu holen. Doch sein Handy funktioniert nicht. Glücklicherweise kann er ein vorbeifahrendes Auto stoppen. Die Autofahrerin holt Hilfe.
Bergung schwierig
Die Bergung an diesem verflixten 2. August ist schwierig. Rettungskräfte versuchen, Melanie Baik aus dem Wrack zu befreien. Es dauert über drei Stunden, bis die Sanitäter die Deutsche bergen können. Sie bringen die Verunglückte mit einer Trage zurück auf die Strasse.
Für die Rettung setzt das Rettungsteam keinen Hubschrauber ein. Das Risiko ist zu gross. «Das Auto befand sich sehr nah an einem weiteren, noch viel steileren Abhang. Wir konnten keinen Helikopter zur Rettung benutzten. Der hätte das Auto den Abhang runterwehen können», sagte Einsatzleiter Mark Catell «Radio 3AW» nach der Rettung.
«Ich befürchtete das Schlimmste.»
Der 33-jährige Steffen Henrich hat beim Anblick seiner Frau riesige Angst. »Ich habe gesehen, dass sie sehr stark blutete und dachte, sie hätte sich mindestens das Bein gebrochen», sagt er.
Allerdings sind beide mit leichten Verletzungen davongekommen: Melanie Baik ist nur leicht verletzt, sie hat Prellungen sowie eine Schnittwunde auf der Stirn.
Sanitäter brachten die beiden Deutschen Urlauber im Krankenwagen ins «Wimmera Base Hospital». Sie können kaum glauben, dass sie den Sturz beinahe unverletzt überlebt haben. Beide sprechen von einem Wunder und bedanken sich bei ihren Rettern. (tmm)
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Steffen H. und seine Frau Melanie B. im Spital nach dem Unfall. (ZVG)