Des Mordes beschuldigt Schweizer (21) in den USA entlastet

SAN FRANCISCO (USA) - Pascal Krummenacher wurde vor einem Jahr in San Francisco beschuldigt, mit einem Arbeitskollegen einen Obdachlosen ermordet zu haben. Jetzt wird er doch nicht vor Gericht gestellt.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Konsumentenschützer warnen vor Spielzeug Hacker belauschen Kinder über...
2 Zu viele Unfälle Iran führt Nummernschild-Pflicht für Kamele ein
3 Trump ist hässig auf den Boeing-Boss Ist der «Abschuss» der Air...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Pascal Krummenacher kann aufatmen. Der Schweizer wurde in den USA seit mehr als einem Jahr des Mordes beschuldigt. Gestern ist er bei einer Voruntersuchung seines Falls entlastet worden. Dies schreibt der «San Francisco Examiner». 

In Schwierigkeiten brachte Krummenacher ein Zwischenfall am 3. September 2015: Der damals 21-Jährige feierte mit seinem Chef, Carlos Argueta (31), das Ende seines Praktikums bei der Mieterschutz-Organisation Eviction Defense Collaborative. Sie verbrachten den Abend in einer Bar an der Sixth Street in San Francisco. 

Nach dem Verlassen der Bar wurden Krummenacher und Argueta in einen Streit mit einer Gruppe obdachloser Männer verwickelt. Es ging um einen Tasche. Am Ende war einer der Obdachlosen tot.

Die Staatsanwaltschaft ging vorerst davon aus, dass Krummenacher und Argueta James «Rick» Thomas (†61) erstochen und danach seine Tasche gestohlen hätten. Die Anwälte der Beschuldigten machten Notwehr geltend. Nicht Argueta und Krummenacher hätten dem Obdachlosen eine Tasche gestohlen, sondern sie seien selbst Opfer eines Diebstahls geworden.

Entlastende Videoaufnahmen 

Während den Untersuchungen wurde das Video einer Überwachungskamera analysiert. Die Aufnahmen sind nicht Beweis genug, um den beiden Beschuldigten den Prozess zu machen. Dies befand die zuständige Richterin, Kay Tsenin.

Argueta flüchtete nach dem Zwischenfall in ein Restaurant und wartete auf die Polizei. Krummenacher stieg in ein Tram und wachte erst an der Endstation wieder auf. Am nächsten Tag stellte er sich selbst.

Die Beweislage war offenbar sehr dünn: Es sei sehr ungewöhnlich, dass Beschuldigte in dieser Phase des Prozesses entlastet werden, sagt Krummenachers Anwalt Lewis Romero gegenüber dem «San Francisco Examiner». (vac)

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

1 Kommentare
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    02.12.2016
    "feierte" ... "wachte erst an der Endstation wieder auf." Kommentar: Kein Erbarmen mit Leuten, die sich in einer Grossstadt vollaufen lassen und nachher sich kaum noch zu helfen wissen.