Der Terror machte sie zu Waisen Das sind die Kinder von 9/11

NEW YORK (USA) - Der Gedenktag des Terroranschlags vom 11. September in New York jährt sich zum 15. Mal. Fünf Waisen erzählen von ihrem traumatischen Schicksal.

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Exakt 15 Jahre ist es her, seit Al-Kaida-Terroristen zwei Passagiermaschinen der American Airlines entführt und diese in die Twin Towers des World Trade Centers in New York geflogen haben. 

«9/11» war der verheerendste Terrorakt in der Geschichte Amerikas und hat auf verschiedenen Ebenen einschneidende Spuren hinterlassen. 2823 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben. Und auf einen Schlag wurden gegen 1300 junge Menschen zu Waisen.

Sie waren noch Kinder, als der Terrorakt ihre Familie zerriss. Die jungen Hinterbliebenen haben gelernt, Kraft und Inspiration aus ihrem Schicksal zu ziehen. Die Nachrichtenagentur AP hat die nun erwachsenen «9/11»-Kinder porträtiert und ihre Geschichten erzählt:

Thea Trinidad (heute 25)

Das sind die Kinder von 9/11: Waisen erzählen von ihrem Schicksal play
Thea ist heute 25 Jahre alt und lebt in Tampa, Florida. AP Photo/Seth Wenig

Thea Trinidad war zehn Jahre alt, als sie das Telefongespräch belauschte, in dem sich ihr Vater von ihrer Mutter für immer verabschiedete. Ihr Vater Michael, arbeitete damals als Telekommunikations-Analytiker in den Twin Towers.

Der Tod ihres Vaters hat Thea dazu inspiriert, ihre gemeinsame Passion zu würdigen und erfolgreich zum Beruf zu machen: Thea ist professionelle Wrestlerin geworden. Jedes Mal, wenn sie in den Ring steigt, denkt sie an ihren Vater und daran, wie nah sie seinem Geist ist.

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Thea Trinidad als kleines Mädchen mit ihrem Vater Michael (†). Thea Trinidad via AP

Im Jahr 2011 verlieh das Magzain «Pro Wrestling Illustrated Thea sogar den Titel «Inspirational Wrestler of the Year». Neben dem Wrestling ist Thea auch als Model und Schauspielerin tätig.

Sonia Shah (22)

Auch Sonia Shah verlor heute vor 15 Jahren ihren Vater. Jayesh «Jay» Shah arbeitete in der Finanzbranche und befand sich zum Unglückszeitpunkt ebenfalls im World Trade Center. 

Die Tragödie im Leben der damals Siebenjährigen hat auch Sonias Berufswahl beeinflusst. Sie wurde vom Wunsch geleitet, anderen zu helfen.

Sonia sagt, dass ihre eigene schmerzhafte Geschichte ihr die Türen zu einem emphatischen Verständnis gegenüber anderen leidenden Menschen geöffnet hat.

Neben ihrem Studium der sozialen Arbeit, formte auch die Religion Sonias Leben. Sie verbrachte den Sommer als freiwillige Helferin bei den Flüchtlingen in Griechenland.

Alexandra Wald (28)

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Alexandra Wald arbeitet heute für die Regierung. Facebook

Alexandra Wald hat ihren Vater an ihrem ersten High School-Schultag verloren. Er arbeitete als Börsenmakler in den Twin Towers.  

Sein Verlust hat Alexandra zu entschlossenen Ambitionen geführt: Sie wollte sichergehen, dass so eine Tragödie nie mehr passieren würde. Getrieben vom Verlangen zu Verstehen, las sie Bücher, studierte vier Jahre Arabisch und schloss ein Masterstudium in internationalen Beziehungen ab. 

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Alexandra Wald (rechts) mit ihrem Vater Victor (†) und ihrer Schwester vor dem Weissen Haus in Washington. Courtesy of Alexandra Wald via AP

Alexandra arbeitet nun beruflich an einer ehrgeizigen Vision: Sie ist teil eines Projektes zur Internetsicherheit innerhalb der General Services Administration in Washington, eine US-Behörde, welche die Verwaltungen unterstützt. 

Ronald Milam Jr. (29)

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Ronald Milam Jr. in seiner Basketballmontur: Die Nummer 33 trägt er für seinen Vater Ronald Milam (†). Jacqueline Mialm/David Sixt via AP

Ronald Milam Jr. hat seinen Vater nie kennengelernt. Dieser war Major bei der US-Army und wurde bei der Attacke auf das Pentagon getötet. Seine schwangere Frau, Air Force Captain Jacqueline Milam, befand sich zum Zeitpunkt ebenfalls im Pentagon, doch konnte unverletzt entkommen.

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 Hier ist Ronald mit seiner Schwester Myejoi zu sehen. Jacqueline Mialm via AP

Wie mehr als hundert andere Babys, kam Ronald Milam Jr. auf eine Welt, in der der Vater kurze Zeit vorher durch den Terrorakt getötet wurde. 

In Gedenken an ihn hat der 14-Jährige begonnen, Basketball und Football zu spielen. Die Nummer auf seinem Trikot ist dabei stets die 33 – so alt war sein Vater, als die Flugzeuge in die Türme krachten.

Anjunelly Jean-Pierre (34)

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Anjunelly Jean-Pierre (links) mit ihrer Schwester Rachel Jean-Pierre.  AP Photo/Jennifer Peltz

Anjunelly Jean-Pierre wird heute ihrer verstorbenen Mutter Maxima Jean-Pierre gedenken. Diese war Café-Betreiberin in den Twin Towers.

Vor dem Attentat wollte Anjunelly eigentlich dem Militär beitreten und dann Ärztin oder Anwältin werden. Doch auch ihr Leben wurde an jenem Septembertag von Grund auf erschüttert. 

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Anjunelly (rechts) und ihre Schwester bei der Hochzeit ihrer Mutter Maxima im Jahr 1999. Courtesy of Anjunelly Jean-Pierre via AP

Ihr Wunsch war von nun an in die Fussstapfen ihrer Mutter zu treten und eine Ausbildung im kulinarischen Bereich zu absolvieren. 

Die treibende Idee hinter ihrem neuen Verlangen war Menschen zusammenzubringen. Sie lebt ihren Traum als Managerin des «Members' Dining Room» im amerikanischen Kongress.

Publiziert am 11.09.2016 | Aktualisiert am 12.09.2016

Absturzbilanz F/A-18

7. April 1998: Beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets bei Crans VS werden beide Insassen getötet.

23. Oktober 2013: Im Raum Alpnachstad im Kanton Obwalden zerschellt eine zweisitzige F/A-18 am Lopper. Der Pilot und sein Passagier, ein Arzt des Fliegerärztlichen Instituts, werden getötet.

14. Oktober 2015: Eine zweisitzige F/A-18 stürzt im gemeinsamen Trainingsraum mit Frankreich südöstlich von Besançon ab. Der Pilot wird verletzt.

29. August 2016: Ein einsitziger F/A-18-Kampfjet crasht am Sustenpass. Der Pilot kommt ums Leben.  

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24 Kommentare
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    12.09.2016
    Interessant ist das kein einziger Kampfjet in der Luft war bei diesen Flugzeug-Entführungen. Das ganze war von der Regierung Bush inszeniert.
    So konnte man den Irak-Krieg rechtfertigen.
  • Chris  Ruderer aus Tagbilaran City
    12.09.2016
    Andi Herzog hat eigentlich alles gesagt.Wer die Reaktion von Bush damals gesehen hat wusste schnell wer der grösste Terrorist war.
  • David  Brunner aus Wetzikon
    12.09.2016
    Larry Silverstein kassierte als Pächter der Tower 4600 Millionen USD Versicherungsgelder. Er war beim Anschlag ausnahmsweise nicht im Tower, weil seine Frau auf einem Termin beim Dermatologen bestanden hätte. Zu WTC-7 sagt er: Ich erinnere mich an den Anruf vom Feuerwehr-Kommandanten, sie wären nicht sicher, ob sie das Feuer beherrschen würden .. das klügste wäre, lass uns es sprengen (lets pull it) Und dann entschieden sie sich zur Sprengung und dann schauten wir, wie das Gebäude kollabierte.
    • -  -.- 12.09.2016
      Ich freue mich immer, wenn es auch andere gibt, welche die Sachlage besser kennen. Danke Herr Brunner, meine Infos decken sich mit ihren. Spannend ist noch zu erwähnen, dass die Schweizer! Versicherungsgesellschaft die Summe von 4.6Mia. USD innerhalb von 10 Tagen ausbezahlt hat!! Ohne weitere Untersuchungen - und bei Autounfällen kommt der Schadensexperte!???
    • David  Brunner aus Wetzikon
      12.09.2016
      Bedenklich, wenn die reine Wiedergabe von Tatsachen, die von jedermann nachgelesen und im O-Ton nachgehört werden können, ähnlich viele Dislikes wie Likes generiert . . .
  • Mensch  Meier aus Bern
    11.09.2016
    Übrigens : Das Schweigen zum 11. September ist gebrochen: Die offizielle 9/11 Version ist falsch:
    Unter Experten wurde die These der kontrollierten Sprengung, bisher stets unter vorgehaltener Hand diskutiert. Nach mehr als 13 Jahren trauen sich jetzt die ersten von ihnen mit ihrem Fachwissen an die Weltöffentlichkeit. Einer von ihnen ist der Ingenieur Johann Kalari. Der aus Wien stammende Sprengmeister hat nun zum ersten Mal wissenschaftliche Beweise vorgelegt !
  • Mensch  Meier aus Bern
    11.09.2016
    „Ground Zero“ und „ground zero“

    Zu Anfang möchte ich jedem ins Gedächtnis rufen, dass die Stelle in New York, an der das World Trade Center gestanden hat, auf Englisch „Ground Zero“ genannt wird. Den meisten Menschen scheint nicht bewusst zu sein, was der Begriff „ground zero“ eigentlich meint und von welcher Bedeutung die Hinweise sind, die sich daraus ergeben. Für die Meisten ist „Ground Zero“ ein Eigenname, so wie der Name einer Stadt oder eines Schiffs.