Der Spion, der aus der Münze kommt

  • Aktualisiert am 03.01.2012

Washington – Hier könnte James Bond sich neue Anregungen holen: Bei Firmen, die im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums arbeiten, sind sehr spezielle Münzen aus Kanada aufgetaucht: mit eingebauten Minisendern.

Experten gaben zwar erst einmal Entwarnung: Es mache keinen Sinn, Münzen zum Ausspionieren bestimmter Personen einzusetzen. Dafür wechselten sie viel zu schnell den Besitzer. Das sagt zum Beispiel Jeff Richelson, ein Autor von Büchern über den US-Geheimdienst CIA und dessen technisches Gerät.

Also alles halb so wild? Es könnte sich rächen, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Die CIA hat selbst zugegeben, dass sie gelegentlich hohle amerikanische Münzen verwendet habe, um Geheimbotschaften oder Filmmaterial zu verstecken.

Das Pentagon (Verteidigungsministerium) richtete inzwischen eine Warnung an die betroffenen Unternehmen. Demnach wurden die verdächtigen Münzen zwischen Oktober 2005 und Januar 2006 in mindestens drei Fällen sichergestellt. Weiteres verraten die Amerikaner derzeit nicht.

Der kanadische Geheimdienst erklärte, man könne sich die Sache nicht erklären. Experten bezeichneten es als unwahrscheinlich, dass die kanadische Regierung die amerikanische Verteidigungsbranche ausspionieren wolle. Als mutmassliche Verdächtige wurden stattdessen China, Russland oder auch Frankreich benannt.

Spionage-Münzen wären aber nicht die einzige Bedrohung. Das US-Verteidigungsministerium warnte noch vor Computer-Hacker oder vor Kugelschreibern mit eingebautem Aufnahmegerät.

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