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Kurz nach 7.30 Uhr Schweizer Zeit bricht der grosse Jubel los. «Wir sind sicher auf dem Mars», bestätigte Ingenieur Allen Chen im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena.

Das Marsmobil «Curiosity» hat den Roten Planeten erreicht – fast exakt zur errechneten Zeit. Die Mitarbeiter lagen sich in den Armen. Nasa-Direktor Charles Bolden jubelte: «Es ist unglaublich. Nichts kann das toppen.» Die Crew brach in Tränen aus. Mitglieder des Kontrollteams verteilten «Mars»-Schoggiriegel.

Hinter ihnen liegen nicht nur neun Jahre der Vorbereitung, sondern auch «sieben Minuten des Terrors». Die sieben Minuten, die das Mutterschiff braucht, um von einer Geschwindigkeit von 20'000 Stundenkilometern zum Stillstand zu kommen. Ein kompliziertes Manöver unter anderem mit einem Fallschirm, Korrekturdüsen und einem Kran. An ausgerollten Kabeln wurde «Curiosity» in den Gale-Krater heruntergelassen.

Farbbilder werden in den nächsten Tagen erwartet

Die Belohnung: Schon wenige Minuten nach der Landung sendete «Curiosity» die ersten Bilder vom Mars. Es sind Schwarz-Weiss-Bilder aus dem Inneren des «Gale»-Kraters, die seinen Schatten und ein Rad zeigten. In den nächsten Tagen werden die ersten Farbbilder erwartet.

Nach einigen Wochen, in denen der Rover überprüft wird, könnte er dann seine erste Ausfahrt machen und erstmals seinen Roboterarm ausstrecken.

«Beispiellose Technologie-Leistung»

US-Präsident Barack Obama lobte die Landung von «Curiosity» als eine «beispiellose Technologie-Leistung». «Heute haben die USA auf dem Mars Geschichte geschrieben», sagte Obama in Washington einer Mitteilung zufolge.

Die Landung des Roboterfahrzeugs der US-Raumfahrtbehörde Nasa werde in der Zukunft als «Grund für unseren Nationalstolz» dienen. Er warte gespannt auf die Ergebnisse, die «Curiosity» liefern werde.

Am 26. November hatte «Curiosity» die 570 Millionen Kilometer lange Reise von der Erde zum Mars angetreten. «Curiosity» muss nach den für das Leben notwendigen Zutaten suchen: Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Schwefel und Sauerstoff.

«Es ist ein grosses, wissenschaftliches Ziel»

Während der nächsten zwei Jahre wird «Curiosity» über einen fünf Kilometer hohen Berg am Kratergrund fahren, Steine anbohren und Erde aufnehmen. Die Messungen sollen zeigen, ob die Region jemals mikroskopisches Leben hätte beherbergen können – eine Frage, die die Wissenschaftler seit der Entdeckung von Wasserspuren auf dem Mars in den 1970er-Jahren umtreibt.

«Es ist ein grosses, wissenschaftliches Ziel. Wir suchen nicht mehr nur nach Wasser», sagte der leitende Wissenschaftler, John Grotzinger, vom California Institute of Technology, zur Nachrichtenagentur Reuters. «Es wird viel schwerer sein, die Frage zu beantworten, ob Mars für Lebewesen bewohnbar ist.» (SDA/gtq)

Beliebteste Kommentare

  • Elsbeth  Schmid
    Hoffentlich findet Curiosity Hinweise auf Leben oder vergangenes Leben auf dem Mars, egal welcher Form. So müssten sich unsere Weltreligionen etwas Neues einfallen lassen um die Gläubigen an bei der Stange zu halten. Vielleicht werden dann die Menschen einmal vernünftiger und schlagen sich nicht wegen dem Glauben ihre Schädel ein. Walter Schmid
  • Havi  Alrub
    so jetzt gehts den grünen marsmännchen an den kragen, nein im ernst "perfect job folks"

Alle Kommentare (11)

  • Rouven  Stulz , via Facebook
    Beeindruckende Leistung. Über den Nutzen kann diskutiert werden...
  • Fritz  Meyer , Amden
    Geldverschwendung pur. Die Amis sollten lieber mal ihre Hausaufgaben machen....
  • Joschka  Widmer
    Ein Meilenstein. Das JPL hat wieder Mal grossartige Arbeit geleistet. Eine grosse Leistung die Präzision über diese grosse Distanz. Hoffentlich gibts nun die entsprechenden Ergebnisse.
    • 06.08.2012
    • 52
    • 2
  • Andreas  Keller , Zürich , via Facebook
    Das war spannend wie ein Krimi! Super Job gemacht! Toll!
    • 06.08.2012
    • 55
    • 1
  •   Kujte Berisha , Bern
    Die Amis sind schon die Nr.1
    Bravo grand Gratulation
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