Der Papst findet Verhütung bei Zika okay und wettert «Trump ist kein Christ!»

Papst Franziskus hat die Verhütung vor Schwangerschaften überraschend für akzeptabel erklärt – wenn es um den Schutz vor dem Zika-Virus geht. Es sei das «kleinere Übel», sagte der Pontifex während des Rückflugs von Mexiko nach Rom. Eine Abtreibung dürfe nicht in Betracht gezogen werden, dabei handle es sich um ein «absolutes Übel».

«Trump ist kein Christ!»

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Das Zika-Virus verbreitet sich vor allem in Südamerika rasch. Es steht im Verdacht, für Entwicklungsstörungen bei Neugeborenen verantwortlich zu sein. In Brasilien, wo das Virus stark verbreitet ist, wurden in letzter Zeit vermehrt Babys mit zu kleinen Köpfen geboren.

«Trump ist kein Christ»

Auf seiner Pressekonferenz über den Wolken griff der Papst auch den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump frontal an: «Dieser Mann ist kein Christ», so der Pontifex. «Eine Person, die daran denkt, Mauern statt Brücken zu bauen, ist nicht christlich. Das ist nicht das Evangelium», sagte der Argentinier laut Vatikan-Mitteilun.

Er wolle sich nicht in die US-amerikanische Politik einmischen, erklärte das katholische Kirchenoberhaupt. «Ich sage nur, dieser Mann ist kein Christ, wenn er solche Dinge sagt. Dann muss man schauen, ob er das so gesagt hat oder nicht.» Trump hatte sich im Vorwahlkampf in den USA als Bewerber für die Kandidatur der konservativen Republikaner unter anderem für einen strikteren Umgang mit Einwanderern aus Mexiko stark gemacht.

«Wenn der Vatikan vom IS angegriffen wird...»

Tiffany ist Trumps Tochter aus der zweiten Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples. play
Trump lässt den Angriff nicht auf sich sitzen. Keystone

Der angeschwärzte Milliardär reagierte umgehend. Er nennt die Aussagen des Papstes schändlich. Er sei von der mexikanischen Regierung irregeleitet worden, so Trump. Der Papst habe nur eine Seite der Geschichte gehört, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. «Er sieht weder die Verbrechen noch den Drogenhandel noch den schlechten Einfluss der aktuellen Politik auf die US-Wirtschaft.»

Dann fügte Trump hinzu: «Wenn der Vatikan vom IS angegriffen wird, was das Ziel der Terrormiliz ist, wird sich der Papst noch wünschen und dafür beten, dass Donald Trump Präsident ist.» (rey)

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 15.03.2016
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14 Kommentare
  • Edith  Zellweger , via Facebook 19.02.2016
    Aber Sie auch nicht Herr Papst, denn ein wahrer Christ lehnt jegliches Ausbeuten von Tieren ab und isst deshalb u.a. kein Fleisch und auch keine tierliche Produkte.
  • Hugo  Ehrismann 19.02.2016
    Ich denke es wäre gescheiter der Papst würde sich um seine eigenen Schäfchen kümmern weil in der katholischen Kirche ist auch nicht alles sauber . Er soll zurück nach Argentinien und den Rest der Welt in Ruhe lassen . Ein Papst sollte sich nicht in die Politik einmischen .
  • walter  jaeckle aus astoria
    19.02.2016
    Mauern sind nicht was Amerika gross gemacht hat und fuer was es steht. Der Papst hat absolut recht.
  • marcel  meuler aus Regensdorf
    19.02.2016
    Es hat ja Gründe, weshalb soviele Personen aus der Kirche austreten. Einen solchen Blödsinn vertreten und das Gefühl haben die Gemeinde stehe noch hinter einen, das braucht schon Naivität sondergleichen.
  • Dr. Paula  Klinsor 19.02.2016
    Lieber Past
    Der Zika-Virus kann im Blut nur die ersten 2 Tage und im Urin bis 2 Wochen nach Beginn der Erkrankung nachweisen werden. Übertragung über Blut kann möglich sein, aber eine Infektion über den GV auch bei Anakverkehr ist fast unmöglich. Meistens hat das Imunsystem das Virus im Griff und man bemerk in gar nicht oder leichte Grippe. Kolumbien hat 25000 Fälle registriert und kein einziger Fall von Mikrozephalie sagte der Staatchef Santos kürzlich.