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Mehr als 250 militärische und zivile Angestellte des Pentagons haben im Internet Spuren hinterlassen, mit denen man ihnen den Erwerb von Kinderpornografie nachweisen kann. Oder besser gesagt: nachweisen könnte. Den mit den Untersuchungen betrauten Behörden ist es nämlich schier unmöglich, die unter Pädophilie-Verdacht stehenden Personen im Pentagon zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Ermittler stiessen 2006 im Rahmen einer Untersuchung von Internet-Zahlungen für Kinderpornografie auf die Namen von mehr als 5000 Amerikanern, darunter auch die Pentagon-Mitarbeiter: Generäle, Leute mit Geheimdienst-Verbindungen, Mitarbeiter des US-Verteidigungsministers.
Seither sind vier Jahre vergangen. Und kaum etwas ist passiert: Nur gegen 20 Prozent der mutmasslich pädophilen Pentagon-Mitarbeiter wurde in Sachen Kinderpornografie tatsächlich ermittelt. Das berichtet der amerikanische Online-Newsdienst «The Upshot». Er bezieht sich dabei auf offizielle Untersuchungsberichte, in denen alle heiklen Namen selbstverständlich geschwärzt sind.
Vor Gericht musste sich gerade mal eine Hand voll der verdächtigten Pentagon-Mitarbeiter verantworten. Darunter ein Reserve-Captain der Armee und Staatsanwalt beim Militärgericht. Und ein ehemaliger Auftragnehmer bei der ultra-geheimen National Security Agency NSA, der sich nach der Anklage vermutlich nach Libyen absetzte.
Gegen 212 der im Verdacht stehenden Pentagon-Mitarbeiter wurde nicht einmal ermittelt, geschweige denn kamen sie vor Gericht. Es ist davon auszugehen, dass viele von ihnen ungehindert beim Pentagon Karriere machen. (noo)
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Das Pentagon: Wer hier ermittelt, hat einen schweren Stand. (AP)