Der Karneval ist im Seich So kämpft Köln gegen die Pinkel-Plage

Auch bei den Strafen für Wildpinkler gilt die Regel von Angebot und Nachfrage: Weil am Karneval besonders viele Fasnächtler ihren Geschäften freien Lauf lassen, hat die Stadt Köln die Bussen angehoben.

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Darth Vader machts vor. Die Kölner sollen Kabinen benützen, statt an Häuserwände pinkeln.  dpa

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Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht 04 Februar 2016 in Koeln unter starker Polizeipraesenz di play
Massive Gitter sollen Pinkler vom Dom fern halten. Imago

Es ist eine echte Plage. Weil am Karneval von Köln besonders viel oben rein geht, muss unten ebenso viel wieder raus. Vor allem Männer verrichten ihre Bedürfnisse, wo sie grad sind. Besonders beliebt ist der Kölner Dom. Jedes Jahr wird die mit 157,38 Metern dritthöchste Kirche der Welt hektoliterweise mit Urin begossen. Ekelhaft!

Die Stadtbehörden haben den Wildpinklern nun den Kampf angesagt. Um den Dom trocken zu halten, wird er neuerdings über die Karnevalszeit eingezäunt. Dompropst Gerd Bachner: «Wir müssen die Portale schützen. Der ätzende Urin schadet der Bausubstanz sehr.»

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Achtung Eigengoal! Fassaden werden präpariert. zvg

Kölner Hausbesitzer haben ihre Gebäude mit einem wasserabweisenden Lack bestrichen. Wer gegen eine solche Fassade pisst, wird selber nass. Ätsch.

Aber bauliche Massnahmen sind nur das eine. Auf diesen Karneval hin wurden die Bussen fürs Wildpinkeln angehoben. Dabei wird sogar unterschieden, wo das Vergehen stattfindet.

Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht 04 Februar 2016 in Koeln unter starker Polizeipraesenz di play
Mit Zäunen werden Fassaden geschützt.  Imago

Wer sein Geschäft an einem Baum oder auf einer Grünfläche verrichtet, wird normalerweise mit 60 Euro gebüsst. Über den Karneval wird die Busse auf 85 Euro angehoben. Wildpinkeln «an besonderen Orten» kostet in Köln 90 Euro, auf Spielplätzen 115 Euro sowie bei historischen und religiösen Gebäuden 120 Euro. Schön teuer wirds am Dom: Wer das Wahrzeichen Kölns begiesst, bezahlt neu statt 100 Euro eine satte Busse von 150 Euro.

Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD) begründet die Verschärfung: «Die bisherigen Strafen zeigten einfach zu wenig Wirkung.»

Publiziert am 04.02.2016 | Aktualisiert am 24.02.2016
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2 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    05.02.2016
    Hier zeigt sich die Schizophrenie des Rheinländers - ich bin selber einer -. Einerseits sind Polizisten als Repräsentanten der preußischen Staatsmacht Ziel von Hohn und Spott. Denn Zucht und Ordnung schränken uns in unserer etwas anarchistischen Lebensweise ein. Wenn uns aber durch diese Anarchie die Probleme über den Kopf wachsen dann ist die Ordnungsmacht plötzlich hoch willkommen. Aber nur solange bis wir feststellen das das den Spaß verdirbt. Dann geht das Spiel von vorne los.
  • Rolf  Dolder 04.02.2016
    Genau bei diesem Dachwasserablauf, auf dem Bild zu sehen, sollte man einen Viehüter an das Kupferrohr anschliessen....