Der «Fisch-Mensch» ist am Ziel

  • Aktualisiert am 14.01.2012

SAO PAOLO – Der 52-jährige Marathon-Schwimmer Martin Strel hats geschafft: In 66 Tagen schwamm er durch den zweitlängsten Fluss der Welt, den Amazonas.

Für die letzten der insgesamt 5256 Kilometer musste Strel auch seine letzten Kräfte mobilisieren, um bei 40 Grad warmer, feuchter Luft durch die Fluten des Amazonas zu pflügen. Laut dem «Hamburger Abendblatt» litt der Slowene bereits an Bluthochdruck kurz vor einem Herzinfarkt, Krämpfen und Schwindelanfällen.

Wer einen neuen Weltrekord aufstellen will, scheut keine Strapazen, durchsteht Krankheiten und hat keine Angst vor Begegnungen mit Piranhas. Denn der Weg ist das Ziel. Und Amazonas-Strel hats geschafft: Er ist der erste Mensch, der den Amazonas durchschwommen hat.

Nach etwas mehr als zwei Monaten erreichte der Marathonschwimmer die Stadt Belém im brasilianischen Bundesstaat Para, wo er begeistert empfangen wurde. Strel hatte sein Abenteuer am 1. Februar in der peruanischen Dschungelstadt Atalaya begonnen. Im Schnitt schwamm er täglich zehn Stunden und legte so etwa 80 Kilometer pro Tag zurück (Blick Online berichtete).

Der «Fisch-Mensch» holte sich so den bereits vierten Weltrekord im Langstreckenschwimmen.
Den ersten erzielte Strel im Jahr 2000, als er die Donau als erster von der Quelle bis zur Mündung (3004 Kilometer) in 58 Tagen durchschwamm. Zwei Jahre später folgte der Mississippi (3797 km) in den USA und 2004 der Jangtse (4003 km) in China.

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