Der Chip am Vogel war den Libanesen suspekt Israelischer «Spionage-Geier» festgenommen

Im Libanon wehrt sich die Bevölkerung gegen fremde Spione, selbst wenn diese aus der Luft kommen. Im Nachbarland Israel sorgt das für Unverständnis.

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Der «Spionage-Geier» in libanesischer Gefangenschaft.

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Den aufmerksamen Augen der libanesischen Bevölkerung entging der Eindringling natürlich nicht: Ein mit einem mysteriösen Chip bestückter Geier hatte die Grenze zu Israel überflogen und machte es sich nun bei ihnen gemütlich. Doch seine Tarnung war aufgeflogen.

Die Bewohner der südlibanesischen Stadt Bint Jbeil machten nicht lange Federlesen mit dem Geier und nahmen ihn umgehend fest. Der Peilsender und die israelische Markierung liessen nur einen Schluss zu: Hier handelt es sich um einen fliegenden Spion.

Auf der anderen Seite der Grenze wurde die Gefangenschaft des Geiers ebenfalls durch besorgte Bürger registriert. Ihnen waren Fotos auf Facebook aufgefallen, die den gefederten Gefangenen in den Händen der libanesischen Bevölkerung zeigten.

«Wir wussten aber nicht, dass er festgehalten wurde.»

Der Vorfall rief daraufhin die israelische Naturschutzbehörde auf den Plan. «Uns wurde gemeldet, dass sich der Geier in Gefangenschaft befinde und der Spionage verdächtigt werde», sagt Sprecherin Tali Tenenbaum. «Im 21. Jahrhundert gehen wir eigentlich davon aus, dass die Leute wissen, dass von diesen Tieren keine solche Gefahr ausgeht.»

Dank des installierten Ortungssenders habe man zwar Kenntnis gehabt, dass der Vogel Richtung Libanon geflogen sei. «Wir wussten aber nicht, dass er festgehalten wurde.»

Immerhin: Nachdem auch den Geier-Fängern klar wurde, dass von dem Tier keine Gefahr auszugehen schien, entliessen sie es nur wenig später wieder in die Freiheit. Im Nahen Osten werden immer wieder Tiere der Spionage bezichtigt. Oft trifft es dabei Zugvögel, die von israelischen Wissenschaftlern mit einem Ortungssender ausgestattet wurden, um ihre Flugwege zu untersuchen. (cat)

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 29.02.2016
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  • Hugo  Ehrismann 27.01.2016
    Komisch - warum mögen viele Menschen die Israelis denn überhaupt nicht ? Kommt es davon das die Israelis die Palästinenser diskriminieren wo es nur geht ? Das , was die Palästinenser machen ist nicht immer in Ordnung aber das was die Israelis tun ist noch viel schlimmer . Und trotzdem hält die Schweizer Landesregierung immer noch zu den Israelis . Aus welchen Gründen denn ? Es gibt Israelische Wohnviertel in Zürich - israelische Schulen werden besonders bewacht - warum denn ? Sind Israelis gut ?
  • franzl  schlecknbaur 27.01.2016
    @hobi
    seit wann haben Nomaden Grenzen? Die jüdischen Siedler die schon immer da waren, haben auch heute kein Problem mit den Palistinänsern! Aber seit die ganze Brut aus dem Warschau Ghetto sich da unten breit macht, werden die Konflikte immer schärfer! Man sieht ja wie Sie immer wieder neue Siedlungen machen und der Staat Israel nur zuschaut! Das ist ein Kernpunkt, neben der Unterdrückung der Palistinänsern und der ganzen Region! Schade um die wunderbare Gegend.
  • Marlies  Hess aus Langenthal
    27.01.2016
    Was ist eigentlich aus dem Hund geworden den man "gefunden" hat? Er soll der Britischen Armee als Spürhund gedient haben....
  • zimi  ilan 27.01.2016
    haha. ist ja genial. wie naiv diese welt ist und so ein schwachsinn glaubt. wie damals am gaza strand, als die palästinnerser einen israelischen spionage delfin oder hai gefangen genommen haben. garantiert haben sie diesen auch dementsprechend gefoltert, was ja passend wäre...da es sich um einen jüdischen fisch gehandelt hat. dem armen geier wird wohl dass selbe passieren.

  • Afrim  Brama aus Oerlikon
    27.01.2016
    Hat er schon ein Geständnis abgelegt?