Demütigendes Video US-Soldat entschuldigt sich beim Iran

TEHERAN/WASHINGTON - In einem am Staatsfernsehen ausgestrahlten Video hat sich ein US-Soldat für das Eindringen in iranischen Hoheitsgewässer entschuldigt – und sich für die «fantastische Behandlung» in Gefangenschaft bedankt.

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Der Iran hat die zehn US-Marinesoldaten, die er wegen Eindringens in seine Hoheitsgewässer festgesetzt hatte, vor ihrer gestrigen Freilassung noch im Staatsfernsehen vorgeführt.

«Es war unser Fehler und wir entschuldigen uns dafür», sagt einer der Soldaten in dem Video. Er betont, dass er und seine Kameraden nicht absichtlich gehandelt hätten. Das Eindringen in iranische Gewässer sei «ein Missverständnis gewesen».

Die gefangenen US-Soldaten in einem Video, dass der Iran veröffentlicht hat. play

Die gefangenen US-Soldaten in einem Video, dass der Iran veröffentlicht hat.

Imago

Der Soldat bedankt sich in dem Video zudem für die «Gastfreundschaft» und «Unterstützung» der Iraner während der Gefangenschaft. «Wir wurden fantastisch behandelt.»

Die Aussage des Soldaten ist für die US-Regierung demütigend, weil sie in Widerspruch zu den offiziellen Verlautbarungen aus Washington steht.

Sowohl Aussenminister John Kerry als auch Vizepräsdient Joe Biden hatten zuvor nämlich betont, dass man sich für den Vorfall beim Iran nicht entschuldigen werde.

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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6 Kommentare
  • Günter  Munz aus Stuttgart
    14.01.2016
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Soldaten diese Aussagen freiwillig gemacht haben. Anstatt auf ein besseres Verhältnis zu den USA zu setzen, wird die USA provoziert. Das bringt dem Iran sicher keine Vorteile. Gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Bedrohungslage. Der gemeinsame Feind ist der IS und seine Unterstützer. Und wer die Unterstützer des IS in diesem Raum sind, ist ja bekannt. Günter Munz Stuttgart
  • Roland  Portmann 14.01.2016
    Mannomann sind die Amerikaner vielleicht stur-arrogante Hohlköpfe - anstatt jetzt wo der Iran allgemein bereit ist, sich gegenüber dem Westen etwas zu öffnen u. ihm näher zu kommen, versauen es die Amis wieder - als hätten wir keine terror- u. hunger- wichtigeren Problem überall auf der Welt.
  • Thomas  Goetz 14.01.2016
    Angeblich offizielle Haltung der USA. "man werde sich nicht entschuldigen". Warum auch? Man ist ja nur in die Gewässer eines anderen Staates eingedrungen, dafür muss man sich nicht entschuldigen. Der Iran hätte sich nur mal so verhalten sollen, wie vor einiger Zeit Israel, die ein Schiff dazu noch in internationalen Gewässern gestürmt und Passagiere erschossen haben. Wie gross wäre da der Aufschrei gewesen.
    • Alex  Müller aus Lenzburg
      14.01.2016
      Ursache dafür war übrigens eine Panne, trotzdem danke für Ihr Gedöns!
  • Ernst  Ruetimann aus Trang
    14.01.2016
    Die Amerikaner spielen zwar den Vorfall herunter ; aber etwas ist da nicht ganz busper . Wenn eines der Boote ohne Antrieb war , haette das andere es leicht abschleppen koennen , und waeren nicht ins irakische Hoheitsgebiet gedriftet .- Die Amis hatten sicher die neusten Seekarten , auch elektronische , und GPS - wussten sehr wohl , wo sie sich befanden in diesem heiklen Gewaesser .-
  • rolf  sulzer 14.01.2016
    auf dem Bild nehmen die Marines das ganze relativ gelassen. Die haben keine Meldung erhalten, dass sie demnächst einen Kopf kürzer gemacht werden.