Daten-Skandal: Halb England in Gefahr!

  • Publiziert: 21.11.2007, Aktualisiert: 02.01.2012
play Hat Mühe, den Skandal zu erklären: Finanzminister Alistair Darling. Premierminister Gordon Brown (links), mit Augensäcken, studiert wohl schon, ob er ihn feuern soll. (Reuters)

LONDON – Namen, Adressen, Bankverbindungen: Alles auf CD gebrannt, mit der Hauspost verschickt – und futsch! England steht unter Schock.

Rund 25 Millionen Bürger – darunter alle Kinder (!) – sind von diesem Daten-Skandal betroffen. Die englischen Medien haben ihren Knüller.

Wie konnte es zu diesem Drama kommen? Ganz einfach: Irgendwelche Beamten waren auf die Idee gekommen, diese irre vielen Daten auf zwei CDs zu brennen – und wie in der guten alten Zeit per Hauspost zu verschicken! Seitdem sind sie verschwunden!

Natürlich gibts Kopien der Daten. Aber: Wenn die CDs Betrügern in die Hände fallen, ist der Schaden gar nicht ermessbar.

Darum haben die Menschen jetzt Angst: Ihre Bankkonten könnten geplündert werden. Versicherungsnummern könnten manipuliert werden. Und: Die Geburtsdaten ihrer Kinder könnten in die Hände von Pädophilen fallen!

Finanzminister Alistair Darling ist jetzt überhaupt nicht mehr der Liebling der Nation. Er musste zugeben, dass das eine Katastrophe sei, die es noch nie gegeben habe. Ein Untergebener, der Leiter der Steuerbehörde, wurde bereits gefeuert.

Dass der Hauspöschtler die CDs noch findet – tja, das wäre ein schönes Weihnachts-Märli. In England glaubt aber derzeit niemand mehr dran. (snx)

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Daten-Gau in England: Überrascht Sie das?»

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