Attacke auf Papst Das wollte ihm die Schweizerin sagen

ROM – Sie stürzte auf den Papst zu und riss ihn dabei zu Boden: Was wie eine Attacke der Italo-Schweizerin Susanna M. aussah, war offenbar nur der Versuch, ihm etwas Wichtiges zu sagen.

  • Publiziert: 28.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Die Papst-Angreiferin Susanna M.* hat Benedikt XVI. Medienberichten zufolge nur bitten wollen, «sich für die Geringsten der Welt einzusetzen.» Dies habe die Italo-Schweizerin dem Personal der Klinik in Subiaco erklärt, in der sie untersucht wird.

Dies berichtete heute die Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera». Der Vatikan will bald entscheiden, ob gegen die verwirrte Frau ein Strafverfahren eröffnet wird.

Sie hatte zu Beginn der Weihnachtsmesse im Petersdom die Absperrung überwunden, sich auf den Papst gestürzt und diesen zu Fall gebracht. Medien spekulieren, dass sie ungestraft davonkommen könnte, weil sie seelische Probleme habe und keinerlei Waffe bei sich gehabt habe.

Sie bleibt vorerst in der Klinik

Die 25-Jährige muss jedoch zunächst noch etwa eine Woche in der Klinik östlich von Rom bleiben. Der Staatsanwaltschaft des Heiligen Stuhls liegen bereits die Berichte der vatikanischen Sicherheit und von Augenzeugen zum Vorfall am Heiligen Abend vor.

Die Gutachten der Mediziner stehen noch aus. Sollte sie vor dem Vatikan-Richter Piero Antonio Bonnet erscheinen müssen und auch verurteilt werden, dann könnte sie ihre Strafe in Italien oder der Schweiz absitzen.

Die juristischen Vereinbarungen des Vatikans mit beiden Ländern erlauben dies. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hatte bereits kurz nach dem Vorfall gesagt, meist sei die Justiz des Heiligen Stuhls eher gnädig. (SDA)

*Name der Redaktion bekannt

play Wollte sich für die Ärmsten der Welt einsetzen: die geistig verwirrte Susanna M. (Reuters)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Private Firma kauft 14 Kampfjets «Wie Top-Gun, nur besser und globaler»bullet

Ausland