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Charlie (8) wird in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland gegen Grippe geimpft. (AP)
Das Schweinegrippe-Virus H1N1 wird laut Wissenschaftern der Universität Maryland nicht so schnell zu einem gefährlicheren Erreger mutieren. Dies berichten die Forscher um Studienkoordinator Daniel Perez im Online-Fachjournal «PLOS Currents».
Gemäss der Studie vereinigte sich das Virus bei Tierversuchen nicht mit anderen Grippeviren – das wäre eine Voraussetzung für die Entstehung gefährlicher Mutationen. In den Wirtskörpern habe es die Konkurrenz jedoch verdrängt und sich doppelt so schnell vermehrt wie diese, sagte Perez.
Mehrfach-Infektionen möglich
Dieser biologische Vorteil gegenüber den zwei gängigsten Viren dieser Grippesaison macht H1N1 darum nicht ungefährlich: Einige mit dem Schweinegrippe-Erreger und anderen Grippeviren infizierte Tiere entwickelten neben Atemwegs- auch noch Darmerkrankungen.
Perez sprach sich darum für weitere Untersuchungen zu Mehrfach-Infektionen aus, da diese für einige Todesfälle durch die Schweinegrippe verantwortlich sein könnten. Das Resultat der Studie lasse sowohl Impfungen gegen Schweinegrippe als auch gegen saisonale Grippe im Herbst und Winter angeraten erscheinen, hob der Forscher hervor. (SDA/dip)