Kachelmann Das spricht gegen ihn: Blutergüsse, Schnitte und Zeugen

MANNHEIM – Die Staatsanwaltschaft hat heute Anklage wegen Vergewaltigung gegen Jörg Kachelmann erhoben. Jetzt ist auch klar, weshalb – und wieso sie damit lange gewartet hat.

  • Publiziert: 19.05.2010, Aktualisiert: 14.01.2012
play Ein Prozess gegen ihn ist mehr als wahrscheinlich: Jörg Kachelmann. (Reuters)

Jörg Kachelmann ist in U-Haft – und bleibt es auch. Jedenfalls, wenn es nach der Mannheimer Staatsanwaltschaft geht. Die hat heute Anklage gegen den Wettermoderatoren erhoben. Der Schweizer soll seine langjährige Lebensgefährtin vergewaltigt, sie während dem Sex mit einem Messer und mit dem Tod bedroht haben.

Das alles, weil sie Kachelmann verlassen wollte, da sie hinter seine zahlreichen Frauengeschichten gekommen war. Kachelmann hingegen beteuert seit seiner Verhaftung im März seine Unschuld.

Die Staatsanwaltschaft hat lange gewartet, bis sie Anklage erhob. Man wollte offenbar sicher gehen, dem Gericht Handfestes vorlegen zu können.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ergebnisse von Kriminaltechnik und Rechtsmedizin in Teilen vorgestellt: An einem Küchenmesser fanden die Ermittler demnach DNA von Kachelmann und Blut der Frau. Bei der Untersuchung des mutmasslichen Opfers hätten die Rechtsmediziner zudem «erhebliche Hämatome» an den Oberschenkeln und leichte Schnittspuren am Hals gefunden. Die Ärzte hätten keinen Anhaltspunkt gehabt, dass sich die 36-Jährige die Verletzungen selbst zugefügt habe.

Auch Psychologen glauben gemäss «Bild.de» den Aussagen der Frau in einem ersten Gutachten.

In der Anklageerhebung sind gemäss Andreas Gossmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft auch «Frauen aus Kachelmanns Umfeld» als Zeuginnen benannt, wie «Bild.de» weiter berichtet.

Die Staatsanwaltschaft will, dass Kachelmann weiter in U-Haft bleibt. Über die Fortdauer der Untersuchungshaft und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun die zuständige Grosse Strafkammer des Landgerichts. (gux)

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