Haben sie die Kinder von Hula auf dem Gewissen? Das sind Assads aufgeblasene Schergen

DAMASKUS - Die toten Kinder aus dem syrischen Hula. Ein Werk der von Präsident Baschar al-Assad gekauften Shabiha-Miliz.

  • Publiziert: 04.06.2012
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Sie posieren im Muskelshirt, zeigen ihren mit Steroiden vollgepumpten Bizeps. Sie haben dicke Bäuche, tragen dicke Bärte, prahlen mit ihren polierten Knarren. Am liebsten brausen sie in teuren Limousinen durch die Gegend, vorzugsweise in schwarzen Mercedes.

Die Shabiha-Milizen sind die Schergen von Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad, ein Trupp von Mördern und Schlägern. Sie erledigen für den Tyrannen und sein Regime die Drecksarbeit. Damit sich der Präsident weiterhin als Unschuldslamm aufspielen kann.

Den Widerstandskämpfern und der Opposition gefriert bereits das Blut in den Adern, wenn sie den Namen des grausamen Killerkommandos aussprechen müssen.

Über 100 Tote in Hula

Bei Gräueltaten in der Protesthochburg Homs, beim Massaker von Hula, bei dem über 100 Menschen getötet wurden, immer soll die Shabiha ihre Finger im Spiel gehabt haben. Die vielen toten Kinder, ein Werk der Muskelmänner mit Vollbart.

Überlebende berichten in den Spitälern von den Gräueltaten. Die Gangster foltern, vergewaltigen, töten. Massakrieren sogar Kinder. Ziehen schwer bewaffnet im Freizeitoutfit durch die Strassen, im T-Shirt und mit Turnschuhen.

Sie werden auch Geister-Kämpfer genannt, abgeleitet von ihrem Namen. Und so agieren sie auch. Hinter der Armee rücken sie nach. Ganz inoffiziell versteht sich, Assad selber wäscht seine Hände in Unschuld.

Sie werden von ihm bezahlt, den Aufstand seines Volkes brutal niederzuschlagen, den Willen der verzweifelten Syrer zu brechen. Als Zeichen der Verbundheit tragen einige Killer sogar Assads Konterfei auf ihren mächtigen Oberarmen.

Erpressung, Schmuggel, Drogenhandel und Auftragsmorde

Aufgekommen sind die Shabiha-Milizen in den 1990er-Jahren. An der Mittelmeerküste, um die syrische Hafenstadt Latakia, wurden sie berühmt – und berüchtigt.

Laut «Spiegel.de» waren sie damals eine «lose mafiöse Gruppe». Geld verdienten sie mit Erpressung, Schmuggel, Drogenhandel, Auftragsmorden. Zwei Cousins von Staatschef Assad sollen sogar Führungspositionen innehaben. Die Shabiha-Milizen gehören, wie Assad auch, zur Alawiten-Minderheit in Syrien.

Nach dem Amtsantritt hatte Assad, noch als Syriens Hoffnungsträger, erst versucht, den Einfluss der Gangster einzudämmen. Nun ist er mehr denn je auf deren Loyaltität angewiesen. Denn: Immer mehr Soldaten wenden sich von ihm ab und desertieren.

Auf die brutalen Muskelmänner der Shabiha-Miliz kann der Tyrann aber zählen. Jedenfalls solange das Geld stimmt. (spi)

Alle Kommentare (42)

  • marcel  rohner
    ich geb mal den amis die schuld ^^ schleich werbung beim CAP für roger federer : FREIES SYRIEN, NIEDER MIT DEN TERRORISTEN!
    • 05.06.2012
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  • Daniel  Walti , Staufen
    Der Kleiderschrank auf Bild 9 trägt ein Roger-Federer-Käppi. Was für eine Schande!
    • 05.06.2012
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  • Albert  Funk
    Je grösser die Muskeln, desto kleiner das Hirn.
    • 05.06.2012
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  • Geta  Gupta , Genf
    Die selben Hirni-Typen wie bei Gadaffi. Weg mit dem Assad aber schnell. Die Israelischen Geheimdienste hätten den Typ schon längst wegblasen können. Doch es gibt zuviele andere Interessen ein "Feindbild" weiter aufrechtzuerhalten. Was wäre denn wenn plötzlich in allen Ländern um Isreal Frieden herrschen würde? Schon mal nachgedacht?
    • 04.06.2012
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  • Sam  Fischer
    betrachtet mal das bild 5. Sogar ein Nicht-Photoshop-Profi sieht, dass die Oberarme sehr sehr schlecht bearbeitet wurden... und wieso trägt der typ eigentlich ein Roger Federer Cap Bild 9?
    • 04.06.2012
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