Regisseur wird verhört Das ist der Mann, den die Muslime hassen

LOS ANGELES - Nakoula Basseley Nakoulas Film hat diverse gewaltsame Proteste ausgelöst. Nun wird der Macher des Films von der Polizei befragt.

  • Publiziert: 15.09.2012, Aktualisiert: 16.09.2012
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Die Unterredung mit dem 55-jährigen Nakoula Basseley Nakoula habe in der Polizeiwache von Los Angeles stattgefunden. Er sei nicht festgenommen worden und sei freiwillig zur der Wache gekommen, die in der Nähe seines Wohnorts in Südkalifornien liegt.

Nakoula steht derzeit nach einer Verurteilung wegen Bankbetrugs unter Bewährung. Wie schon am Freitag bekannt wurde, wird derzeit seine Bewährungsstrafe überprüft. Sollten die Behörden einen Verstoss feststellen, müsste Nakoula wohl ins Gefängnis.

Nakoula gilt als Urheber des Films «Die Unschuld der Muslime». Er ist nach eigenen Angaben ein 55-jähriger koptischer Christ. Am Freitag teilte er mit, die Veröffentlichung des Videos nicht zu bereuen, sich angesichts der Angriffe auf westliche Einrichtungen in der arabischen Welt aber «schuldig» zu fühlen.

In dem mutmasslich von Nakoula in den USA produzierten Amateurfilm wird der Prophet Mohammed verunglimpft. Bei einer Kundgebung gegen das Video attackierten Angreifer am Dienstag das US- Konsulat im libyschen Bengasi und töteten den US-Botschafter, drei weitere Diplomaten sowie libysche Sicherheitskräfte.

Am Freitag griffen Demonstranten in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die deutsche, die britische und die US-Botschaft an. Bei Protesten in mehreren muslimischen Ländern wurden am Freitag mehrere Menschen getötet.

YouTube hat den Zugang zu dem umstrittenen Video in Libyen, Ägypten, Indien und Indonesien zeitweise gesperrt. Der Mutterkonzern Google begründete dies mit «der sehr schwierigen Situation in Libyen und Ägypten» sowie mit Gerichtsbeschlüssen in den beiden anderen Ländern. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Andreas  Keller , Zürich , via Facebook
    Es ist nicht den Mann den Sie hassen, er ist nur das Werkzeug dazu sich gegen den Westen zu stellen.
  • Karl  Liniger , Cham
    Dieser Mann muss geschützt werden. Er hat gegen nichts verstossen. Mohammen war mit der 10 jährigen Aisha verheiratet. Also ist der Film keine Beleidigung.

Alle Kommentare (53)

  • Lorena  Koller , Breitenbach , via Facebook
    Also wer wirklich glaubt, glaubt mit dem Herzen und lässt sich von nichts provozieren, denn der Glaube lebt in einem drinnen!
    • 16.09.2012
    • 19
    • 5
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Die Reaktionen der Muslime sind einfach hoch gepuscht!
    Man suchte schon lange ein Ventil um wieder zu demonstrieren!
    Eines aber sollten sich die Westlichen Politiker merken:
    Spendet kein Geld mehr, es geht so oder so alles Spenden Geld zum Teufel!
    Die einen versuchen in Entwicklungs Länder etwas auf zu bauen.
    Die anderen vernichten es aus lauter Fanatismus!
    Schulen und Konsulate ab zu Fackeln, das ja das zeigt das Niveau der Demonstranten!
    Last diese Menschen das zerstörte mit eigener Kraft wieder aufbauen, aber da passiert nichts weil Sie unzufrieden sind in der Haut in der Sie leben, genau so unzufrieden mit der Politik in Ihren Ländern!
    • 16.09.2012
    • 32
    • 5
  • Danny  Synnatschke
    Ich habe eine Frage an alle egal welchen glaubens:
    Der Islam ruft in ihrer Schrift eindeutig zum tode aller ungläubigen auf...während das wahre Wort Gottes sagt: liebt eure feinde und du sollst nicht töten..Jetzt meine Frage: gebe es nur diese zwei Möglichkeiten und du müsstest dich für eine entscheiden bei dieser du denkst der Friede sei mit dieser Entscheidung machbar.
    Daumen Rauf für Gottes Wort.......oder Daumen Runter für tot aller ungläubigen.
    • 16.09.2012
    • 49
    • 6
  • Esther  Bosshart , via Facebook
    Wenn man weiss, wie radikal die Muslime reagieren, wenn ihr Prophet angegriffen wird, sollte man solche Filme unterlassen. Das ist immer ein Grund für die Radikalen Tod, Terror und Verwüstung anzurichten. Der Filmemacher sollte zur Rechenschaft gezogen werden.

    Die Radikalen in keinster Weise unterstützen. Entwicklungshilfe und Asylantentum verbieten. Radikale Staaten verdienen keine Hilfe.
    • 16.09.2012
    • 39
    • 6
  • Larry  Kaufmann
    Der Film selbst ist Wurst. Hauptsache ist dass er ihn machen darf - das ist freie Meinungsäusserung, auch wenn noch so beleidigend und geschmacklos. Für uns im Westen sind solche Freiheiten oft störend aber trotzdem selbstverständlich und erhaltenswert. In islamistischen Staaten mit ihrer repressiven Struktur werden sie offenbar von den Machthabern in Regierung und Moschee gefürchtet. Die Mobs sind nur ein Werkzeug - sie haben null Ahnung von der Kraft eigenständigen Denkens.
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