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Er ist der irre Attentäter von Norwegen: Anders Behring Breivik (32). Nochweiss niemand, weshalb der Mann mit der hohen Stirn zum Killer wurde. Aber das Bild wird allmählich klarer. Breivik war Freimaurer, christlicher Fundamentalist, Ausländerhasser.
Laut dem Fernseh-Sender TV 2 hatte Breivik drei Waffen unter seinem Namen eingetragen: darunter eine Glock und ein Gewehr .
Breivik hatte 2009 eine Firma gegründet: die Breivik Geofarm. Das Unternehmen war auf den Anbau von Gemüse und Melonen spezalisiert. Das heisst, Breivik hatte Zugang zu Dünger. Der auch zur Herstellung von Bomben verwendet werden kann. Nach Angaben eines Händlers habe er seit dem Frühjahr insgesamt sechs Tonnen Dünger bestellt.
Laut seinem eigenen Facebook-Profil hat Breivik in Oslo Wirtschaft studiert. Als Hobbys gibt er Jagen und Bodybuilding an.
Am 17. Juli schaltete Breivik einen einzigen Kommentar auf Twitter auf. Ein leicht abgeändertes Zitat des englischen Philosophen John Stuart Mill: «Ein Mensch, der glaubt, ist so stark wie 100 000, die bloss Interessen haben.»
In der Nacht auf Freitag durchsuchte die Polizei ein Haus im Westen Oslos, dort lebte Breivik bis Ende Juni mit seiner Mutter.
Breivik ist nicht vorbestraft, der Polizei auch nicht als Mitglied einer rechtsextremen Organisation bekannt. Er fiel den Behörden bisher bloss durch eine Verurteilung wegen eines kleineren Verkehrsdelikts vor zehn Jahren auf.
Laut Vizepolizeichef Sveinung Sponheim ist «unklar, ob er alleine handelte. Er wird noch befragt.»
Ein Jugendfreund Breiviks erklärte gegenüber «VG Nett», dass Breivik schon Mitte 20 extrem rechtskonservativ war.
Er postete auf Online-Foren kontroverse Beiträge zu den Themen Islam und der Integration von Ausländern. «Sogar ein Somali, der den ganzen Tag Khat kaut und seine Sozialhilfe an al-Shabaab (Anmerkung der Redaktion: militante islamistische Organisation) schickt, soll als richtiger Norweger angeschaut werden nur weil er einen norwegischen Pass hat? Und jeder der den Somali nicht als richtigen Norweger akzeptiert soll ein Rassist sein?...Sorry, das geht einfach nicht mehr.»
Ausserdem bezeichnete Anders Behring Breivik die ehemalige Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland als «Landes-Mörderin». Brundtland gehört der sozialdemokratischen Arbeiterpartei an und trat kurz vor dem Attentat im Jugendcamp auf der Insel Utøya auf.
Die Parteivorsitzende Siv Jensen bestätigte, dass Breivik früher Mitglied der Fremskrittspartiet („die Fortschrittspartei“) war. Die Partei gilt als rechtspopulistisch. «Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass diese Person Mitglied bei uns war. Das ist schrecklich.» Und: «Diese Person hat etwas Schlimmes gegen Norwegen, gegen alle die hier leben, gegen unsere Werte begangen», erklärte Jensen.