DENVER - Amerika weint um die Toten der Kino-Schiesserei. Unter ihnen Matt McQuinn. Er rettete mit seinem heldenhaft Einsatz seiner Freundin das Leben.
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Rettete seiner Freundin das Leben: Matt McQuinn.
(ZVG)Noch sind nicht alle Namen der zwölf Personen bekannt, die bei der Schiesserei bei der Batman-Premiere ihr Leben verloren.
Doch die Angehörigen haben erste Namen bekanntgegeben. Darunter ist derjenige des jungen Mannes Matt McQuinn. Er ist der Held des Massakers von Denver.
Wie viele andere war er vorletzte Nacht im Ausgang. Mit seiner Freundin Samantha Yowler. Die beiden hatten der Batman-Premiere entgegengefiebert. Wie hätten sie ahnen können, dass die Nacht zum totalen Horror werden sollte.
Kurz nach dem Start des Films fallen die ersten Schüsse. Viele Menschen geraten in Panik. Doch Matt erfasst geistesgegenwärtig, in welcher Gefahr seine Freundin und er sich befinden. Und handelt blitzschnell und selbstlos: Er wirft sich auf den Körper von Samantha und fängt so alle Kugeln mit seinem eigenen Körper ab.
Der Held von Denver!
Unterdessen, am zweiten Tag nach dem Blutbad, ist Amerika immer noch fassungslos. Weint um die Toten. Darunter auch Alex Sullivan, der seinen 27. Geburtstag mit einem Kinobesuch feierte, und die junge Micayla Medek (23). Laut Medienberichten sind auch eine 14-Jährige und eine Sechsjährige unter den Todesopfern.
30 Verletzte liegen immer noch im Spital. Elf befinden sich im kritischen Zustand.
Bloomberg fordert Konsequenzen
Präsident Barack Obama verlor keine Zeit. Er zeigte sich betrübt und schockiert. Schwor, dass die Opfer «Gerechtigkeit» erfahren würden: «Wir müssen jetzt alle zusammenstehen wie eine einzige amerikanische Familie.» Sein Gegenspieler, der Republikaner Mitt Romney sagte: «Meine Frau und ich, wir sind tief betrübt. Wir beten für die Familien.»
Dem für seine deutlichen Worte bekannten Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, reicht das nicht. Er hat sich bereits starkgemacht für eine Kampagne für striktere Bestimmungen zum Waffenbesitz. Er hielt den beiden Präsidentschafts-Wahlkämpfern vor: «Es dürfte Zeit sein, dass die beiden Leute, die Präsident der Vereinigten Staaten sein wollen, hinstehen und uns sagen, was sie beim Waffenbesitz unternehmen wollen.» Er fügte an: «Landauf, landab haben wir ganz klar ein Problem hier!»
Doch Beobachter glauben nicht, dass sich rasch etwas ändert. Sie verweisen darauf, dass der Wahlkampf kurz vor der heissen Phase steht. Da wird sich kein Präsidentschaftskandidat mit der übermächtigen US-Waffenlobby anlegen wollen. (snx)
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