Matt gab sein Leben für seine Freundin Das ist der Held des Batman-Massakers

DENVER - Amerika weint um die Toten der Kino-Schiesserei. Unter ihnen Matt McQuinn. Er rettete mit seinem heldenhaft Einsatz seiner Freundin das Leben.

  • Publiziert: 21.07.2012, Aktualisiert: 22.07.2012
play

Rettete seiner Freundin das Leben: Matt McQuinn.

(ZVG)

Noch sind nicht alle Namen der zwölf Personen bekannt, die bei der Schiesserei bei der Batman-Premiere ihr Leben verloren.

Doch die Angehörigen haben erste Namen bekanntgegeben. Darunter ist derjenige des jungen Mannes Matt McQuinn. Er ist der Held des Massakers von Denver.

Wie viele andere war er vorletzte Nacht im Ausgang. Mit seiner Freundin Samantha Yowler. Die beiden hatten der Batman-Premiere entgegengefiebert. Wie hätten sie ahnen können, dass die Nacht zum totalen Horror werden sollte.

Kurz nach dem Start des Films fallen die ersten Schüsse. Viele Menschen geraten in Panik. Doch Matt erfasst geistesgegenwärtig, in welcher Gefahr seine Freundin und er sich befinden. Und handelt blitzschnell und selbstlos: Er wirft sich auf den Körper von Samantha und fängt so alle Kugeln mit seinem eigenen Körper ab.

Der Held von Denver!

Unterdessen, am zweiten Tag nach dem Blutbad, ist Amerika immer noch fassungslos. Weint um die Toten. Darunter auch Alex Sullivan, der seinen 27. Geburtstag mit einem Kinobesuch feierte, und die junge Micayla Medek (23). Laut Medienberichten sind auch eine 14-Jährige und eine Sechsjährige unter den Todesopfern.

30 Verletzte liegen immer noch im Spital. Elf befinden sich im kritischen Zustand.

Bloomberg fordert Konsequenzen

Präsident Barack Obama verlor keine Zeit. Er zeigte sich betrübt und schockiert. Schwor, dass die Opfer «Gerechtigkeit» erfahren würden: «Wir müssen jetzt alle zusammenstehen wie eine einzige amerikanische Familie.» Sein Gegenspieler, der Republikaner Mitt Romney sagte: «Meine Frau und ich, wir sind tief betrübt. Wir beten für die Familien.»  

Dem für seine deutlichen Worte bekannten Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, reicht das nicht. Er hat sich bereits starkgemacht für eine Kampagne für striktere Bestimmungen zum Waffenbesitz. Er hielt den beiden Präsidentschafts-Wahlkämpfern vor: «Es dürfte Zeit sein, dass die beiden Leute, die Präsident der Vereinigten Staaten sein wollen, hinstehen und uns sagen, was sie beim Waffenbesitz unternehmen wollen.» Er fügte an: «Landauf, landab haben wir ganz klar ein Problem hier!»

Doch Beobachter glauben nicht, dass sich rasch etwas ändert. Sie verweisen darauf, dass der Wahlkampf kurz vor der heissen Phase steht. Da wird sich kein Präsidentschaftskandidat mit der übermächtigen US-Waffenlobby anlegen wollen. (snx)

 

 

Beliebteste Kommentare

  • Werner  Bieinisowitsch , Sant Jordi
    Und warum wohl will keiner sich mit der übermächtigen US-Waffenlobby anlegen? Weil die Amys so was von verlogen sind, von vorne scheinheilig, und von hinten mehr als nur hinterlistig. Und dann, wenn wieder mal einer ein Blutbad anrichtet, geht das grosse Jammern los, wird über das Waffengesetz debattiert, aber nur so lange, bis sich die Wogen wieder geglättet haben, und das Volk nicht mehr an die schrecklichen Geschehnisse denkt.
  • luca  frey
    ein weiteres tragisches erreignis in amerika wo schusswaffen im spiel waren. Die politiker sollten entlich mal handeln.

Alle Kommentare (7)

  • Michael  Meienhofer , Ostermundigen
    Da strotz eine ganze Administration vor Dummheit. Anstatt vor der eigen Türe wischen und unter den eigenen Landsleuten die Bösewichte zu bekämpfen, kämpft die US-Administration mit Ablenkungsmanövern - tatsächlicher Feind ist der Islam und seine Gotteskrieger.Millionen von Flugpassagiere müssen sich täglich von den abstrusen Sicherheitsvorkehrungen demütigen lassen, dabei ist der unsichtbare Feind schon lange im Zentrum der Macht!
    • 22.07.2012
    • 11
    • 3
  • Silvano  Polinetti , maunin
    Luca Frey
    wie blauäugig bist du,dass du betreffend Schusswaffen bis nach Amerika ausschweifst.
    Es gibt doch leider genügend negativer Beispiele in der Schweiz.
    Siehe als jüngstes Beispiel Konolfingen im doch so heimiligen,gemütlichen,unverdorbenen Emmental
    • 22.07.2012
    • 7
    • 10
  • Herbert  Frick
    Herrlich, wie man sich jetzt wieder im link-schicken Anti-Amerikanismus suhlen kann! Ich wette, dass keiner der schreibenden Leser je in den Staaten war. Und wenn doch, wurde dort keiner je mit einer Waffe bedroht. Aber eben, Anti-Ami ist schick!
    • Peter  Montanari , Rayong
      Sie sind Amerika-Fan. Das ist Ihr gutes Recht. Ich selber war zig-mal in den USA - und habe viele Freunde, die sich echt Sorgen machen, was politisch und gesellschaftsmässig in der einst grossrartigen Nation abgeht. So richtig bergab geangen ist es mit dem ersten Bush und sein Sohn hat noch einen draufgesetzt.
      • 22.07.2012
      • als Kommentar auf Herbert  Frick
      • 26
      • 2
  •   Mikol Sheeva , Solothurn
    Solange sich christliche Politiker wie Sarah Palin sich beim hantiren mit einem Assault Sturmgewehr bei der amerikanischen Waffenvereinigung abbilden lassen sollte es niemand wundern dass von Zeit zu Zeit ein Psychopat mit Waffen solche Massaker anrichten kann
  • Werner  Bieinisowitsch , Sant Jordi
    Und warum wohl will keiner sich mit der übermächtigen US-Waffenlobby anlegen? Weil die Amys so was von verlogen sind, von vorne scheinheilig, und von hinten mehr als nur hinterlistig. Und dann, wenn wieder mal einer ein Blutbad anrichtet, geht das grosse Jammern los, wird über das Waffengesetz debattiert, aber nur so lange, bis sich die Wogen wieder geglättet haben, und das Volk nicht mehr an die schrecklichen Geschehnisse denkt.
Seite 1 2 »
Seitenanfang

Top 3

1 «Yellow Duckmarine» Amphibienfahrzeug sinkt mit 31 Touristen an Bordbullet
2 Flug Kairo - New York Notlandung wegen Bombendrohung auf Serviettebullet
3 Kritik an Griechen-Hilfe Das Volk hat nichts von den Milliardenbullet

Ausland