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32 Menschenleben hat der Amoklauf an der Virginia Tech University gefordert. Bei den Toten handelt es sich um 30 Studenten und zwei Professoren. Mindestens 15 Angehörige der Universität wurden verletzt.
Gegenüber der «Sun» erzählten Schüler, dass der Killer von seiner Freundin sitzengelassen wurde. Deshalb habe er zuerst seine Ex und deren neuer Lover in einem Wohnheim der Uni erschossen.
Ins Entsetzen über das schreckliche Geschehen mischt sich Kritik zu den Sicherheitsvorkehrungen an der Universität. Bemängelt wird vor allem, dass die 11000 Studenten und Dozenten erst zwei Stunden nach den ersten Schüssen um 7.15 Uhr vor dem Amokläufer gewarnt wurden.
«Die Universität hat Blut an ihren Händen, weil sie nach dem ersten Zwischenfall nichts unternommen hat», sagte der 18-jährige Billy Bason, der in dem Wohnheim lebt, in dem die Schiesserei begann. Die Wohnhhäuser wurden danach abgeriegelt, nicht aber die Unterrichtsräume der Universität. «Man kann Entscheidungen nur auf der Grundlage von Informationen treffen, die man gerade zur Verfügung hat», verteidigt sich der Präsident der Hochschule, Charles Steger.
Erst um 9.26 Uhr (15.26 Uhr MESZ) erhielten die Studenten eine E-Mail-Warnung mit der Aufforderung, nach einem «Schusswaffen-Zwischenfall» vorsichtig zu sein. Der Dozent Edmund Henneke sagt, er habe gerade mit Kollegen über diese E-Mail gesprochen, als er Schüsse gehört habe. Kurz darauf seien sie von Polizisten einer SWAT-Einheit nach unten geschickt worden.
Um 9.55 Uhr wird eine zweite E-Mail verschickt. Darin wird vor einem bewaffneten Mann auf dem Campus gewarnt: «Bleiben Sie bis zu einer weiteren Anweisung in den Gebäuden. Halten Sie sich von den Fenstern fern.» Einige Studenten sprangen aber in Panik aus dem Fenster.
Um 10.17 Uhr verschickt die Virginia Tech eine dritte E-Mail. Darin wird der Unterricht für ausgesetzt erklärt. Zu diesem Zeitpunkt wird langsam das Ausmass des Schreckens deutlich. Reporter berichten über eine steigende Anzahl Opfer: 21, 31, 33. Unter ihnen der Täter. Er hat die Waffe an seinen Kopf gehalten und abgedrückt.
Polizeichef Wendell Flinchum will nicht ausschliessen, dass ein Mitverschwörer oder ein zweiter Täter an dem Massaker beteiligt war. Die Polizei habe «eine Person von Interesse» vernommen, die eines der Opfer gekannt habe.
Die Zeitung «The Chicago Tribune» schrieb auf ihrer Website, Cho habe in seinem Zimmer ein Schreiben hinterlassen, das unter anderem eine weitschweifige Liste von Klagen enthalten habe. In letzter Zeit habe er ein beunruhigendes Verhalten an den Tag gelegt. Beispielsweise habe er in einem Zimmer eines Wohnheims Feuer gelegt und Frauen nachgestellt. Die Ermittler glaubten, dass Cho zu einem gewissen Zeitpunkt Medikamente gegen Depressionen genommen habe, berichtete die Zeitung.
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35 Austauschstudenten der Uni Blacksburg besuchten einen Gedenkgottesdienst in der Kirche Sacro Cuore in Lugano. (AP)