Das Essen von Donald Trump ist so echt wie seine Haare Falsche Steaks, falsches Wasser, falscher Wein

JUPITER (USA) - Donald Trump hat eine Pressekonferenz in eine Verkaufsshow verwandelt – und Trump-Steaks, Trump-Wasser und Trump-Wein gepriesen. Er wollte damit Zweifel an seinen beruflichen Erfolgen ausräumen. Gelungen ist es ihm nicht.

Donald Trump feiert Wahlerfolg mit Dauerwerbesendung

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Eigentlich hätte Präsidentschaftskandidat Donald Trump (69) allen Grund zum Feiern. Eben hat er die republikanischen Vorwahlen in Michigan und Mississippi gewonnen. Mit deutlichem Vorsprung. 

Doch bei der Pressekonferenz zu seinem Wahlsieg war der milliardenschwere US-Baulöwe immer noch sichtlich sauer – vor allem auf seinen Parteikollegen Mitt Romney, der ihm in einer Rede seine zahlreichen gescheiterten Geschäftsideen vorgehalten hatte. 

Und so nutzte Trump die Gunst der Stunde und verwandelte seinen Auftritt in einem seiner Golf-Clubs in Florida in eine Dauerwerbesendung für Produkte, die seinen Namen tragen. 

March 8 2016 Florida U S Republican presidential candidate Donald J Trump holds a press conf play
Trump bei seiner als Pressekonfernz getarnten Verkaufsshow. Imago

«Wir haben Trump-Steaks. Wenn Ihr eins wollt, berechnen wir Euch 50 Dollar pro Steak», rief er den anwesenden Journalisten zu, während das Fleisch neben der Bühne präsentiert wurde. 

Doch die schräge Verkaufsshow geriet zur Farce. Die angeblichen «Trump-Steaks», die der Politiker anpries, gibt es schon lange nicht mehr. Das Fleisch welches an Trumps Medienkonferenz aufgetischt wurde, stammte vielmehr von einem Unternehmen, das sich – ausgerechnet! – Bush Brothers nennt, wie ein Blick auf die Verpackung zeigt. 

Und das Trump-Wasser, das an dem Anlass serviert wurde? Das natürliche Quellwasser («Eines der reinsten der Welt») gibt es laut Trumps offizieller Homepage sonst nur in Trumps Hotels, seinen Restaurants und seinen Golfclubs.

Und: Es unterscheide sich deutlich von anderen Mineralwassern auf dem Markt, heisst es. 

Ein anwesender Reporter fand jedoch heraus, dass es von einem Unternehmen namens Village Springs Corporation abgefüllt wird.

March 8 2016 Florida U S Trump wine steaks and water are on display before republican presi play
Trump-Wein, Trump-Wasser, Trump-Steaks Imago

Und dieses beliefert mitnichten nur Trump – sondern zahllose Lebensmittelläden und Getränke-Händler. Das Trump Natural Spring Water, spottet die Website «Mashable», sei das gleiche Wasser, das man an jeder Tankstelle kaufen könne. 

Immerhin: Das Trump-Weingut, von dem Trump in einer längeren Ausführung schwärmte, existiert wirklich. 

Allerdings ist die Trump Winery auf den Namen von Trumps Sohn Eric registriert. Laut der Website hat das Unternehmen keinerlei Verbindungen zu Donald Trump oder einer seiner Organisationen.

Der Präsidentschaftsbewerber liess es sich trotzdem nicht nehmen, den Teilnehmern seiner Pressekonferenz eine Flasche Wein zu offerieren. Ob er damit die Zweifel an seinen beruflichen Erfolgen ausräumen konnte, ist indes fraglich. (bau)

Publiziert am 09.03.2016 | Aktualisiert am 10.03.2016
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14 Kommentare
  • Dieter  Neth aus Trimbach
    09.03.2016
    Ist ein bisschen oberflächlich, Trump als Rechtskonservativen zu betiteln, nur weil er gegen Ausländer pöbelt. Punkto Wirtschaft polemisiert er eigentlich ziemlich links, er will scheinbar auch Militärbasen im Ausland schliessen. Die Trump Anhänger haben einfach die Nase voll, etwa so, wie bei uns anlässlich der Masseneinwanderungsinitiative. Da konnte man es den hiesigen Eliten mal so richtig heimzahlen. Spielt ja für viele Ausgesteuerte keine Rollen mehr.
  • Stefan  Buttliger 09.03.2016
    Nu ja, für die tumben Amis reicht auch das... - unglaublich, aber wahr...
    Kaum zu glauben, dass dieses Volk nichts Schlaueres vorzuweisen hat - aber wenn man schaut, wie die Strassen mittlerweile aussehen oder die Schulen für "normal-Sterbliche", verwundert es nicht, dass dieses Land restlos verblödet!
    Die USA sind eh am Ende - da nützt oder schadet ein Trump-eltier mehr oder weniger wohl auch nichts mehr...
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    09.03.2016
    Falsche Steaks, falsches Wasser, falscher Wein_und ein falscher Hund !!
  • Ernst  Roos 09.03.2016
    Bei einem Milliardär an seinem beruflichen Erfolg zu zweifeln ist schon leicht lachhaft.
  • Stefan  Müller 09.03.2016
    Trump ist ein extremes Beispiel für Rechtskonservative: Man lügt und biegt wo es nur geht, alles im Sinn von Eigeninteresse. Aber die Leute wählen lieber ihren eigenen Untergang, ist in der Schweiz nicht anders - und damit meine ich die SVP.