WIEN - Mama wohnt im Wiener Zoo, Papa in der Wildnis in Afrika. Erstmals hat eine künstliche Befruchtung mit Sperma eines wild lebenden Tieres geklappt.
Das Mini-Elefäntchen ist «schon» zwanzig Zentimeter gross. Beim ersten Ultraschallbild im April war der kleine Dickhäuter 10,6 Zentimeter klein. Im Herbst 2013 soll es auf die Welt kommen. Um die Wartezeit für die Elefantenfans zu verkürzen, hat der Tiergarten Schönbrunn Ultraschallbilder des Babys veröffentlicht.
Die 26-jährige Elefantenkuh Tonga wurde im November befruchtet – mit Samen eines wild lebenden Bullen aus Afrika. Es ist das erste Mal, dass eine künstliche Befruchtung mit dem Sperma eines wild lebenden Tieres gelungen ist.
Experten bezeichnen die Methode als «Meilenstein für den Artenschutz». Nun sollen weitere bedrohte Tierarten – wie Nashörner oder Gorillas – mit Hilfe der neuartigen Tiefkühltechnik gezüchtet werden. (woz)