Das Aus für den Fall Maddie

  • Publiziert: 01.07.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

LONDON – Im Mai 2007 verschwand die kleine Maddie (4). Von Entführung, Kinderhandel und Vernachlässigung durch die Eltern war die Rede. Die Vierjährige blieb verschollen. Jetzt gibt die portugiesische Polizei den Fall auf.

Promis wie David Beckham hatten sich für sie eingesetzt, die ganze Welt den Fall beobachtet: Am 3. Mai 2007 verschwand die kleine Madeleine McCann kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz (Blick.ch berichtete).

Eine verzweifelte Suche begann. Mal stand der Immobilienmakler Robert Murat unter Verdacht, mal war von einem internationalen Kinderhandel-Ring die Rede. Und auch die Eltern, Kate und Gerry McCann, mussten sich gegen Vorwürfe wehren, eine Entführung vorgetäuscht und ihr Kind vernachlässigt zu haben. Es tauchten Phantombilder von möglichen Entführern auf. Doch die kleine Maddie wurde nie gefunden.

Eltern kämpfen weiter

Nun schliesst die portugiesische Polizei die Akte Maddie. Die Eltern sollen laut der «Sun» vom Vorwurf jeglicher Verstrickung in den Fall freigesprochen werden. Ebenso wird Robert Murat entlastet. Immer noch drängt sich ein Tatverdacht auf: Maddie wurde gekidnappt, ermordet und ihre Leiche versteckt.

Für die Eltern dürfte das ein harter Schlag sein. Ein Informant sagte der «Sun»: «Natürlich wird die Polizei weiterhin achtsam sein auf jede Spur, doch der Fall Maddie kann nur wieder geöffnet werden, wenn wichtige neue Beweise auftauchen.»

Der portugiesische Anwalt der McCanns, Carlos Pinto de Abreu, appellierte nochmals an die Ermittler, «die Dokumente noch einmal von vorne bis hinten zu studieren». Die McCanns ihrerseits hatten bereits angekündigt, dass sie das Oberste Gericht um die Freigabe der Polizei-Akten bitten würden. «Kate und Gerry werden mit der Suche nie aufhören», sagte ihr Sprecher Clarence Mitchell. (spj)

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